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graphica latina. Trajecti atl Rlienum 1847. S». einige der gesammelten
Beinamen Mercnrs , wie man sie bisher auf Denkmälern
in unserem Nordlande gefunden, beispielsweise her, als : Mercurio
Cissonio N.LXXXIX und CX; Deo Mer cur. Mo cc o N.CLXVII;
Deo Mercu. Vasso N. CCLXXII; Deo Mercurio Visucio
N. CCLXX1X. auf einer im Jahre 1832 bei Köngen am Neckar
gefundenen und im Museum zu Stuttgart verwahrten Ara, dann
N. CCLXXXI Visucio Mercuri(o) etc. auf einem Steine, der zu
Hockenheim im Grossherzogthume Baden zugleich mit zwei Münzen
von den Kaisern Gordian und Philipp im Jahre 1845 gefunden
wurde; genio Mercur. Alauni (N. CCXCI) auf der Basis
einer 1844 zu Manheim ausgegrabenen Mercurs Statue; Mercurio
Biausio im Dorfe Ubbergen bei Nimegen N. CCCIV; Mercurio
Can eto 1830 in der Normandie gefunden N.CCCXXXIV, und entlieh
: INH.D. D. MERCVRIO. ARVER (norum). NORICO (N.CCCXXXVI1)
auf einer zu Miltenburg gefundenen Ara.
Wenn man diese Epitheta mit unserm Mercurio Arcecio zusammenstellt,
so wird sich Jedermann unschwer überzeugen, dass
sie nichtrömisch , sondern local, also keltisch oder germanisch
sind , und daher weder emendirt werden dürfen , noch so leicht
eine Erklärung wegen Mangels der diessfälligen Spraclikenntniss
zulassen, ausser in den seltenen Fällen, in denen der Name der
Gottheit sich als Benennung irgend einer Localität erhalten hat.
So haben ja auch andere Gottheiten Local-Beinamen, wie z. B.
Apollo Grannus, dessen Verehrung nach den allenthalben gefundenen
Denkmälern weit verbreitet war. Professor Orelli, ein
Meister seiner Wissenschaft, lässt in seinen Inscript, latin. N. 1414
den Mercurius Arcecius mit sicherem Ta et ohne Veränderung
und Beisatz.
Dieser Bregenzer Mercur ist nicht der einzige in Vindelicien,
wozu wir Bregenz *) rechnen; denn Augsburg, wo alle Römerstrassen
aus Pannonien und Noricum, aus Oberitalien durch Rhätien,
4 ) Rhffitia prima erstreckte sich bis zum Bodensee „Lacum Rhaeti exigua
ex parle, plurima Helvetii ac Vindelici attingunt etc. Strab. Lih. VII.
cap. 1, woraus Ciuverius in: Vindelicia et Noricum. Lugd. Batav. 1616.
pag. 12 folgert: „Terminus hac parte Vindelicos Rhaetosque inter fuit
amnis Bregenz” — somit die Bregenzer-Aach, südlich von der
Stadt Bregenz.
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