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mul 172,657 Bluzger oder y 6 Batzen ; 90 Sliickc auf die feine
Mark de Troyes, 316 Bluzger auf die Mark de Troyes, 120 llalbbatzen-Stücke.
Fast alle alten Bluzger sind eingeschmolzen, und
von alter Prägung sollen im J. 1849 Stücke im Gesammtwerthe
von etwa 50,000 fl. im Verkehre gewesen sein. Diese Münzen
werden bei der nunmehrigen Regulirung des schweizerischen
Münzwesens allmälig ganz verschwinden.
IV. Münzen der Benedictiner-Abtei Disentis.
Als der Irländer St. Columban von Bregenz, wo er mit Gallus,
dem Stifter des um dieCultur und Wissenschaften in Alemannien so
hoch verdienten St. Gallens, und andern die Lehre des Christenthums
verkündete, im Jahre 613 zur Bekämpfung des Arianismus
nach Mailand zog und dann Bobbio gründete, soll dessen Schüler
Sigisbert im rhätischen Hochgebirge sich von ihm getrennt und
in einer Wildniss (in desertis) am jungen Vorderrhein dasKloster
Disentis gestiftet haben. Placidus, ein edler Rhätier, schenkte
dem frommen Stifter hierzu das Land, wurde aber auf Befehl Victors,
Präses von Rhätien, enthauptet 1 ). Hierdurch wurde aber das
Aufblühen dieses Gotteshauses nicht verhindert, indem Victor bald
darauf im Rheine ertrank und dessen Söhne Geld und Gut zur
Ruhe seiner Seele vergabten.
Dieses Kloster wurde für Landbau und Gesittung des Volks
eine Pflanzschule, von dem Christenthum und Anbau des Thaies
Ursern, Strassenbau und Ordnung des bürgerlichen Lebens
ausgingen. Zwischen Ursern, Tawätsch und Disentis entstand ein
politischer, sprachlicher und kirchlicher Verband, und dadurch
Berührung und Uebersiedelung zwischen Oberwallis und Churrhätien.
Im Jänner 1786 entdeckte Peter Augustin ä Porta zu Disentis den verlornen
Sarg des heil. Märtyrers, der von vergoldetem Kupferblech bedeckt
ist. Auf diesem Denkmale, das dem VIII. oder IX. Jahrhunderte
angehören soll, ist das Märtyrthum des heil. Placidus eingegraben. Ich
bemerke jedoch, dass unter Abt Ulrich I. um das Jahr 1050 die Leiber
der heiligen Sigisbert und Placidus in einem kostbaren Sarkophage
beigesetzt wurden. Vgl. Eichhorn Episcop. Curicns. pag. 220 und 228.