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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Stein  bock,  für  den  „Gotteshausbund”;  rechts  gleichfalls
auf  vveissem  Schild  ragt  ein  gewappneter  Mann,  mit  einem
Speere  in  den  Händen,  als  Brustbild  hinter  einem  von  weiss  und
schwarz  langab  gelheilten  Schilde  empor,  Tür  den  „grauen  oder
obern  Bund;”  der  Schild  zur  Linken  führt  ebenfalls  auf  wcissem
  Grunde  das  Brustbild  eines  nackten,  wi  1  d  en  Mann  es,  der
in  der  Beeilten  eine  Fahne,  in  der  Linken  eine  entwurzelte  junge
Tanne  trägt;  der  vor  ihm  stehende  Schild  ist  durch  ein  silbernes
Kreuz  in  vier  Felder  getheilt,  von  denen  das  1.  und  4.  blau,  das
2.  und  3.  golden  sind,  für  den  „Z  eh  enger  i  chte  -  B  u  n  d”.
Früher  war  dieser  letzte  Schild  langab  in  zwei  Hälften  getheilt,  in
deren  vorderer  das  silberne  Kreuz  mit  den  blauen  und  goldenen
Feldern  zu  sehen  war,  und  in  der  hinteren  der  wilde  Mann  ganz
mit  der  Fahne  und  der  ausgerissenen  Tanne.
9*.  Innerhalb  zweier  unten  verbundenen  Lorberzweige  steht
in  drei  Zeilen  ,»Ve  SCHWEIZ.  BAZEN”  Grösse:  7  Linien  im  Wiener
Maass  ;  Gewicht:  771  Vs  französische  Milligrammes  oder  180 - 13
Wiener  Richtpfenninge.
Graubünden  war  früher  ein  zugewandter  Ort  der  Eidgenossenschaft, ­
  ein  eigener  unabhängiger,  aus  drei  Bünden  bestehender
Freistaat,  der  für  sich  als  souveraine  Republik  mit  fremden  Staaten
und  Fürsten  Bündnisse  und  Verträge  schloss,  Krieg  führte  und
Frieden  machte  und  bedeutende  Unterthanslande  besass.  Diese
letzteren,  nämlich  Bormio,  Veltlin  und  Chiavena  (Clävcn)  verlor
es  1797  an  die  cisalpinische  Republik  und  trat  dann  seine  eigene,
independente  Souverainität,  wie  jeder  andere  Kanton,  an  den  eidgenössischen ­
  Bundesstaat  ab.  Dieser  garantirte  in  der  Mediationsacte ­
  ddo.  Paris  19.  Februar  1S03  Graubünden  seine  jetzige
Verfassung,  Integrität  und  die  ihm  zukommende  Unabhängigkeit,
und  Bünden  bildete  einen  der  XIX  Kantone  unter  dem  Schütze  des
ersten  Consuls.
Nach  der  Bildung  des  Kantons  wurden  in  den  Jahren  1809
und  1807,  1820  und  1825  zu  Chur  Stücke  zu  V.,  L,  l /z  und  V„
Schweizer  Batzen  geprägt;  dann  daselbst  auf  Veranlassung  des
Herrn  Standescassier,  F  lorian  Nett,  1  Batzen-  und  Ilalbbatzen-Stücke.
  Die  letzten  Stücke  für  Graubünden  wurden  im  Jahre
1842  und  zwar  zu  Genf  geprägt,  nämlich  nach  Herrn  Nett’s  gefälliger ­
  Mittheilung  99,939  Stücke  Batzen,  162,000  Halbbatzen
            
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