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Graf Thomas Fx-anz, mit N. Freiiu Dietrich von Landsec
aus Konstanz vermählt, starb kindei'los, nach Sprecher von Bernegg
im Jahre 1742, anderweitig finde ich — jedoch nicht richtig — au—
gezeigt, dass seiner Schwester Sohn, Johann Anton Freiherr von
Buol, im Jahre 1744 von ihm an Kindes Statt angenommen worden
sei.
IV.
Zu Graubünden’s guten alten Geschlechtern werden die ISuol
gezählt, von denen mehrere hohe obrigkeitliche Aemter im Vaterlandeverwaltet,
andere den Kronen in Frankreich, Spanien und dem
deutschen Kaiser gedient haben.
Wir beginnen kurzweg mit Paul von Buol. Dieser war laut
seines Gesuches um den Reichsfreiherrnstand k. spanischer Oberster,
focht in Italien und Portugal, ward Altlandammann und
Haupt des Zehngerichtebundes, wie auch Gesandter von Bünden an
K. Leopold I., der ihn sammt seinen ehelichen Nachkommen ddo.
Wien am 27. Februar 1696 *) in den gewünschten Freiherrnstand
mit dem Prädicat zu Rietberg und Strassberg') erhob. Dieser
Beiname kommt von seiner Gemahlinn Marciss a von Planta-Rieth
erg hex 1 , mit der er das Schloss und die Güter Rielberg erheirathete.
Er bekannte sich 1693 zur katholischen Kirche und soll im
Jahre 1696 gestorben sein. Sein jüngerer Sohn, Conradin, war erst
General-Adjutant des Prinzen Eugen und starb als kaiserlicher
Oberster unvermählt zu Mailand 1708; der ältere Johann Anton
war gleichfalls Oberster in einem Grauhünden’schen Regimente,
das in kais. Solde stand, dann auch 1708 Landi’ichter des oberen
grauen Bundes und wurde als kaiserlicher General-Feldwachtmeister
im Jahre 1717 zu Wien ermordet. Seine Gemahlinn war Emi-1
ie Freiinn von Schau en stein und Ehrenfels, Schwester des
vorgenannten Grafen Thomas Franz, die ihm drei Söhne gebar:
u) Paul, der als Hauptmann in kaiserlichen Diensten 1720 zu
Paris starb; b) RudoIfAnto n, war Director der österreichischen
Herrschaft Bregenz und immediat Commissarius in den vorarlber-’)
Nicht im J. 1690, wie es irrig im Gothaer genealogischen Taschenhuche
heisst.
') Iiietberg liegt im Domleschger-Thal; in der Gemeinde Malix in Churwalden
stand das Schloss Strassberg, von dem das Gericht CJhurwaldcn
ehemals die Herrschaft Strassberg genannt wurde.