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ist fast eine wörtliche Copie ; vom 6. Juni 1611 ist gleichsam
nur die Bestätigung- des frühem vom neuregiereuden Kaiser.
Derselbe Kaiser Matthias ertheilt ddo. Frag am letzten September
1612 demselben Thomas und dessen ehelichen Nachkommen,
welche die Herrschaften Haldenstein, Liechtenstein und IIohentruns
besitzen, die Bewilligung, in diesen Bezirken Gold- und
Silber münzen zu schlagen, Jahr- und Wochenmärkte zu
halten und Asyl zu geben.
Dieses Diplom ist in v. Haller’s Schweizerischem Münzund
Medaillencabinet, Bd. II, S. 425—433 abgedruckt; am Schlüsse
aber wurden die Namen der sich Unterzeichnenden schlecht gelesen
und daher unrichtig abgeschrieben. Statt „H. Ludwig v. Uln ist
Ulm 1 )und statt J. K. C. Lucker ist J. R. Pucher 3 ) zu setzen.
Die Stelle über das verliehene Münz recht lautet wörtlich:
„Wir meinen, seczen vnd wollen, dass offtbesagter Thomas
von Schawenstein, Freiherr und Ritter, seine Erben vnd Nachkomen,
Also Rechtmässige Innhaber gemelter Herrschaften nun
fürbasshin wan vnd so offt Ihnen solches gefellig vnd gelegen, in
solchen ITerschaften gülden vnd silberne Münzsorten, gross vnd
klein, Allermassen solches Vnser vnd des heil. Reichs Müncz
Edictvnd Ordnung zulasst, mit Vmbschriften, Bildtnussen, Wappen
vnd Gepreg, auf baiden seiten schlagen vnd münczen lassen, vnd
damit fahren vnd liandlen sollen vnd mögen, wie sichs gepürt vnd
herkomen, von Allermenniglich vnuerhindert, doch sollen all solche
gülden vnd silberne Münczen, die Er von Schawenstein, Freiherr
und Ritter, oder seine Erben vnd Nachkomen schlagen vnd
münczen lassen werden, von strich, Nadel, Gehalt, Korn, Gewicht
‘) Johann Ludwig v. Ulm auf Erbach, Herr zu Marbach, Mittelbiberach und
Ober-Sulmentingen, erhielt am 20. Sept. 1622 den Freiherrn stand
und vereinte mit seinem Wappen das der erloschenen v. Ellerbach,
welchem oberschwäbischen Geschlechte eines der zwei im J. 1840 zur
Erweiterung des Grabens (in Wien) abgebrochenen Häuser und zwar
das gegen den Kohlmarkt hin, Nr. 569, im XV. Jahrhunderte gehörte.
2 ) Joh. Rudolf Pucher v. Meggenhau3en war kais. Reichshofrath und geheimer
Secretär. Er und sein Bruder Georg Niklas erhielten (nach den
lleichsacten) am 3. Oct. 1603 den Adelstand und Wappenbesserung ; jener
auch am 4. Februar 1623 das persönliche Palatinat, den Stammbaum
dieser v. Pucher s. in Gabr, Bucelini Rhaetia sacra et profana,
pag. 414.