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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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jährigen  und  vielfachen  Dienste  und  Verdienste  vom  K.  Karl  V.
ddo.  Brüssel  15.  April  1522  für  sich  und  seine  ehelichen  Nachkommen ­
  den  Frei-  und  Pa  nier  herr  ns  tan  d  auf  seine  Herrschaft ­
  Barr  im  Eisass  (bei  Schietstadt)  gelegen,  die  er  besitzen ­
  und  als  eigen  inhaben  soll  mit  dem  Titel  „Wohlgeboren”.
Von  dessen  Wappen  ist  in  jenem  Entwürfe  keine  Rede,  dessgleichen
  nicht  von  seinem  Bruder  Paul,  der  als  Bischof  von
Chur  ohnehin  Reichsfürst  war.

Durch  drei  Jahrhunderte  sass  kein  Ausländer  als  Bischof
auf  dem  Stuhle  des  li.  Lucius  bis  auf  Joseph  Benedict
Freiherrn  von  Rost  im  J.  1728.  Da  über  dessen  Aeltern  und
Geburtsort  in  Eich  hör  n’s  Episcop.  Curiens.  S.  203  nichts  zu
lesen  ist,  so  füge  ich  hierüber  folgendes  Detail  an.
Aus  dem  Taufbuche  der  Stadtpfarrei  Vils  in  Tirol  geht
hervor,  dass  Joseph  Benedict  (Freiherr)  von  Rost  am
7.  Februar  1696  auf  dem  herrschaftlichen  Schlosse  daselbst  geboren ­
  ward.  Seine  Aeltern  waren:  Anton  von  Rost,  kaiserlicher ­
  Pfleger  des  Städtchens  Vils,  das  damals  zum  h,  römischen ­
  Reiche  gehörte  und  besondere  Freiheiten  genoss,  und
Maria  Jakobe  Felicitas,  geborene  Schütz  von  Burschig,
und  bei  einer  spätem  Taufvormerkung  steht  richtiger  Purschütz. ­
  Als  Taufpathen  sind  aufgezeichnet  der  Graf  Julius
Friedrich  von  Bucceleni  und  Anna  Jakobe  von  Rost
zu  Ramschwag.  Die  Stelle  des  Ersteren,  der  kaiserlicher
Hofkanzler  in  Wien  war,  vertrat  Herr  Benedict,  Abt  zu  St.
Magnus  in  Füssen.  Dieser  Joseph  Benedict  wurde  am  13.  December
  1728  zum  Fürstbischöfe  in  Chur  erhoben.  Er  reparirie
das  bischöfliche  Palais  in  Chur  und  stellte  das  Schloss  Fürstenau ­
  in  Domleschg  von  Grund  aus  her.  Auch  rief  er  mit  einem
Capitale  von  2000  fl.  die  Stadtschule  zu  Vils  in’s  Leben,  der
er  auch  sein  Porträt  verehrte.  Er  starb  am  12.  November  1754.
Vgl.  Tiroler  Bote  1828,  S.  416,  und  Kögl’s  geschichtlich-topographische ­
  Nachrichten  über  Vils.  Füssen  1831,  S.  77  f.
II.  Von  den  Graubünden’schen  Bluzgern.
Oft  wurde  ich  schon  um  den  Ursprung  und  die  Bedeutung
des  Wortes  Blutzger  oder  Bluzger  gefragt.  Viele  wollen
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