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Bünde, musste sich dann in den wegen der Reformation im Laude
entstandenen Unruhen flüchten, und lebte theils in Oettingen in
Bayern, dessen Propstei ihm Kaiser Maximilian durch den Einfluss
seines Bruders Nikolaus, kaiserlichen Rathes und Vicekanzlers,
verliehen hatte, theils auf dem churischen Schlosse
Fürstenburg im Vintschgau, und starb am 25. August 1541 im
Benedictiner-Stifte Marienberg, wo er ruht.
Meines Wissens ist in keinem Werke über Graubünden
und das Bisthum Chur irgend etw'as über unseres Bischofs Vaterland
und Herkunft erwähnt, darum will ich Einiges, was ich
in „Merkwürdigkeiten der Stadt Nördlingen nebst einer Chronik
von Johann Müller, Maler, Nördlingen 1824, S. 23, zufällig
gefunden habe, hier anfügen.
In Nördlingen, sagt Herr Müller, wurde das Kiderlin’sche
Haus Lit. D. N. 25 der Kaiser-Saal genannt. Diesen grossen
Bau in der alten Eisengasse besass 1480 Friedrich
Ziegler, Münzwardein ; dessen Sohn, Niklas Ziegler, Herr
zu Baar (sic), kaiserlicher Rath , Vicekanzler und Landvogt in
Schwaben, kaufte dieses Haus Mittwoch nach St. Dionysi (12.0ctober)
1519. Er baute dasselbe und kaufte noch eine Hofraite
dazu. Als Kaiser Maximilian 1513 hier war, logirte er bei ihm,
daher es den Namen Kai s er-Sa a 1 erhielt. Dieses Haus verpfändete
Hanns Scharf, Sr. Gnaden Diener, 1523 an Georg Warbeck’s
Erben. Im Jahre 1555 den 7. September verkauften die
Herren von Barr, Niklas Ziegler’s Söhne, ihres Vaters ererbtes
Haus an den Handelsmann Marx Gramboss. Nach S. 8 wurde
in der Kirche zu St. Georgen in Nördlingen 1519 die Zieg-1
e r’sche Capelle erbaut. Hanns Scheyfelein’s (geb. 1493 zu
Nürnberg, aber aus Nördlingen abstammend) grösstes Meisterstück
ist das Altarblatt, die Ruhe nach der Abnahme Christi
vom Kreuze, das er 1521 dem Reichs-Vicekanzler Niklas Ziegler
hier in seine Capelle für 175 Goldgulden gemalt hat.
In dem im Archive des k. k. Ministeriums des Innern zu
Wien verwahrten Entwürfe zu Niklas von Ziegler’s Freiherrnstandes
- Diplome fand ich, dass schon sein Vater, Frie d ric h,
von Kaiser Friedrich III. geadelt wurde. Dessen Sohn, Niklas
Ziegler, Edler Herr Zu Barr, Reichs-Vicekanzler und Landvogt
in Ober- und Niederschwaben, erhielt wegen seiner lang-