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slätte. Dass dieses Stück nicht eine am kaiserlichen Ilofe (curia) geschlagene
Münze ist, bestätigt der damalige Sprachgebrauch, indem
die am Hofe, im kaiserlichen Palaste geprägte Münze MONETA
PALATINA hiess. Vgl. Mader am a. 0. Bd. I, Seite 51, Nr. 16
und Tab. I, Nr. 16, und Gütz S. 6, Nr. 21, Tab. V, Nr. 25.
Nach K. Ludwig’s Tode fiel durch den Verduner Vertrag vom
11. August 843 Churrhätien an König Ludwig der Deutschen
und das Bisthum Chur wurde von der Metropole zu Mailand getrennt
und der zu Mainz untergeordnet. Churrliätien blieb beim
Ilerzogthume Alemannien und bildete einen eigenen Comitatus Curiensis,
einen Churwalliengau; so finden wir im zehnten Jahrhunderte
die Duces Alemanniae, wie Burkard I., Hermann, Otto
des K.Otto I. Enkel aus erster Ehe, auch als Comites Rhaetiae.
Zufällig entdeckte ich zuZizers bei der gräflichen Familie
von Salis, bei der ich wie überall im Bündnerlande die gastfreundlichste
Aufnahme fand, unter vielen alten Münzen zu meiner
grössten Freude einen Silberdenar mit der Umschrift: OTTO
CAESAR + ,mit einem Kreuze im Innern des Kreises. R. Zu beiden
C II
Seiten der Domkirche T . .
V A
Die Abbildung ist nach einem Abdrucke in Siegelwachs gemacht.
Dieses Stück zeichnet sich durch seine Schönheit und seinen
Charakter vor den übrigen Münzen der Ottonen vorlheilhaft aus.
Auffallend ist der Titel CAESAR, der meines Wissens sonst auf
keiner ottonisclien Münze erscheint. Dürfte dasselbe nicht OttoII.,
der im J. 961 als König und im J.967 als Mitkaiser (Caesar)
gekrönt wurde, angehören? Sollte aber dieser bei seines grossen
Vaters Lebzeiten gemünzt haben? Das sind Fragen, die schwer
gelöst werden. Ferner — ist diese Münze eine kaiserliche oder