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Despotie, Republik, aristokratischer und demokratischer Form,
als Theokratie, als Kriegerstaat, Kaufmannstaat durchgelebt, nach
allen Kriegen und Revolutionen sich doch immer wieder zu der
Form zuriiekwendet, zu der auf die Gefühle der Dankbarkeit,
der Verehrung, des Gehorsams auf der einen, und
der Gerechtigkeit, der Pflicht, der Hilfe, Verteidigung und Förderung
auf der anderen Seite begründeten, vom gegenseitigen Vertrauen
getragenen Herrschaft des Sittengesetzes unter einem unverletzlichen
Staatsoberhaupt. Die Beweise liefern die Geschichten
von Aegypten, von Griechenland und Rom, von England und Frankreich,
von Mejiko und China.
Hr. k. Rath Bergmann liest: „Ueber die Münzen
Graubündens.”
I. Ueber Churcr Münzen.
Chur war unter den deutschen Königen und Kaisern durch
seine Lage im Alpengebirge eine der wichtigsten Stationen auf
ihren Kriegszügen nach Italien. Karl der Grosse schlug im Jahre
806 Chur mit Rhätien zu dem Antheile, den er für seinen Sohn
Pipin (f 810) ausschied. Als nun dessen Sohn Bernhard im Jahre
817 gestorben war, fiel Rhätien an Ludwig den Frommen.
Der gelehrte Numismatiker, Professor Joseph Mader, veröffentlichte
in seinen kritischen Beiträgen zur Münzkunde des
Mittelalters, Prag 1811, Bd. IV, S. 9 und Tab. I, Nr. 9, und auch
Götz in den Kaiser - Münzen, Taf. V, 26, die liier wieder abgebildete
Münze von Chur:
Av. HLVDOVVICVS IMP + . Im innern Kreise ein + . Rev. CVRIA,
wiegt 29 Gran. >)— Somit war zu Chur eine karolingische Münz-J
) Auch beschrieben in : Die Münzen der deutschen Kaiser und Könige des
Mittelalters von Heinrich Philipp Cappe. Dresden 1848, S. 9, Nr. 29.