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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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Despotie,  Republik,  aristokratischer  und  demokratischer  Form,
als  Theokratie,  als  Kriegerstaat,  Kaufmannstaat  durchgelebt,  nach
allen  Kriegen  und  Revolutionen  sich  doch  immer  wieder  zu  der
Form  zuriiekwendet,  zu  der  auf  die  Gefühle  der  Dankbarkeit, ­
  der  Verehrung,  des  Gehorsams  auf  der  einen,  und
der  Gerechtigkeit,  der  Pflicht,  der  Hilfe,  Verteidigung  und  Förderung ­
  auf  der  anderen  Seite  begründeten,  vom  gegenseitigen  Vertrauen ­
  getragenen  Herrschaft  des  Sittengesetzes  unter  einem  unverletzlichen ­
  Staatsoberhaupt.  Die  Beweise  liefern  die  Geschichten
von  Aegypten,  von  Griechenland  und  Rom,  von  England  und  Frankreich, ­
  von  Mejiko  und  China.

Hr.  k.  Rath  Bergmann  liest:  „Ueber  die  Münzen
Graubündens.”
I.  Ueber  Churcr  Münzen.
Chur  war  unter  den  deutschen  Königen  und  Kaisern  durch
seine  Lage  im  Alpengebirge  eine  der  wichtigsten  Stationen  auf
ihren  Kriegszügen  nach  Italien.  Karl  der  Grosse  schlug  im  Jahre
806  Chur  mit  Rhätien  zu  dem  Antheile,  den  er  für  seinen  Sohn
Pipin  (f  810)  ausschied.  Als  nun  dessen  Sohn  Bernhard  im  Jahre
817  gestorben  war,  fiel  Rhätien  an  Ludwig  den  Frommen.
Der  gelehrte  Numismatiker,  Professor  Joseph  Mader,  veröffentlichte ­
  in  seinen  kritischen  Beiträgen  zur  Münzkunde  des
Mittelalters,  Prag  1811,  Bd.  IV,  S.  9  und  Tab.  I,  Nr.  9,  und  auch
Götz  in  den  Kaiser  -  Münzen,  Taf.  V,  26,  die  liier  wieder  abgebildete ­
  Münze  von  Chur:

Av.  HLVDOVVICVS  IMP  +  .  Im  innern  Kreise  ein  +  .  Rev.  CVRIA,
wiegt  29  Gran.  >)—  Somit  war  zu  Chur  eine  karolingische  Münz-J

 )  Auch  beschrieben  in  :  Die  Münzen  der  deutschen  Kaiser  und  Könige  des
Mittelalters  von  Heinrich  Philipp  Cappe.  Dresden  1848,  S.  9,  Nr.  29.
            
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