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Verhältnisse in der Familie und in ihrer Erweiterung zum Staate
dar. Der letzte Abschnitt derselben aber hat die Betrachtung der
Ergebnisse menschlicher Erforschung und Erfahrung, so wie die
geistigen Schöpfungen des Menschen in der Wissenschäft und
Kunst zu entwickeln.
Der Mensch hat die Kraft, seine Erfahrung festzuhalten und
Andern mitzutheilen, in weit vollkommenerem Grade als alle anderen
Geschöpfe. Die articulirte Sprache, die ihn wie das Feuer
auf allen Culturstufen begleitet, ist das erste Mittel; die Handhabung
willkürlicher Zeichen zur Mittheilung für räumlich oder zeitlich
Entfernte ist das zweite. Wir finden dasselbe in den Knotenriemen,
Wampums, Felsinschriften der Jäger- und Fischerstämme,
in den Bilderschriften der wandernden Hirten, und sehen, wie es
zur Hieroglyphen- und Silber- und Buchstabenschrift sich weiter
ausbildet, und zuletzt als Ideographie und Lautschrift erscheint.
Der Mensch hat demnächst das Bestreben, die von ihm errungenen
Erfahrungen zu einem erfreulichen und nützlichen Ganzen
zu ordnen. Die ersten Früchte dieses Bestrebens sind die Gliederung
von Zeit und Raum in Zahl, Maass und Gewicht, als deren Grundlage
er gewisse regelmässig wiederkehrende Erscheinungen, wie
die fünf Finger der menschlichen Hand, die wiederkehrende Erscheinung
der Himmelskörper, die Länge seiner Gliedmassen, die
Entfernung der Stätten seiner Heimath, die Schwere der Naturproducte
derselben anwendet.
Zur Untersuchung der Gegenstände der Erforschung, um die
Erfahrung zu mehren, gehört demnächst die Zerlegung derselben
in ihre Bestandtheile und die Betrachtung derselben im Einzelnen,
um ihren Zusammenhang desto genauer zu ermitteln. Dies geschieht
durch die Sinne und die Verschärfung derselben durch
künstliche Hilfsmittel. Für diesen Zweck wurde schon früh Feuer
und Wasser, Messer und Nadel, später das Glas und der Dampf
verwendet.
Die menschliche Erfahrung liegt in der Seele des Kindes, wie
in der des Waldindiers und Pescheräh als eine ungegliederte Masse.
Sie concentrirt sich auf den niedern Culturstufen in der Sage
(s. C. G. I. 2), Erdkunde, Himmelskunde, Familiengeschichte, das
Alles ist gemeinsamer Gegenstand der Sage. Der anwachsende
Stoff der Erfahrung führt eine Gliederung desselben in gewisse