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sich als Söhne der Götter kund, und die passiven Stämme fanden
in ihrer geistigen und leiblichen Ueberlegenheit, namentlich in der
weissen Hautfarbe derselben einen schlagenden Beweis. Zu den
alten Naturgottheiten kamen nun neue geschichtliche Götter.
Die Anordnung von Zucht und Sitte, der ehelichen, ja der
ökonomischen und diätisclien Verhältnisse, von Recht und Vertrag
erhielt von den Herrschern dadurch eine höhere Weihe, dass sie
ihre Gesetze als Verordnungen der Gottheit hinstellten. Zoroaster,
Menu, Moses und Mohammed, so wie Osiris und die Incas übergaben
ihr Gesetz als den Ausfluss göttlichen Willens. Der Abschluss
von Verträgen, die Einsetzung von Beamten, der Beginn grösserer
Unternehmungen wurde mit religiösen Ceremonien gefeiert. Gewisse
Tage waren der Verehrung der Naturgötter, andere der der
Vorfahren gewidmet; man brachte den Gottheiten seinen Dank für
gesegnete Ernte und gelungene Unternehmungen, und rief deren
Beistand bei dem Beginn anderer an, oder bei drohenden Gefahren
und vorhandenem Elend und Unglück. Endlich suchte man aber
auch in zweifelhaften Fällen, bei Rechtshändeln durch die Ordalien,
bei Kriegszügen, bei neuen Einrichtungen den göttlichen Willen
durch feierliche Befragung zu erforschen, und so entstanden die
Orakel der Aegypter und Griechen und die Haruspicien der Etrusker,
welche auch die Römer beibehielten und die das christliche
Europa von ihnen erbte.
In der Geschichte der Staaten wiederholt sich die Geschichte
der Familie. Je abgeschlossener eine Familie in sich ist, desto
sicherer ist ihr Bestehen und desto glücklicher ist sie, w r enn nur
sonst ihre Elemente gesund sind. Die Staaten von Aegypten, China,
Japan, Anahuak und Peru sind glänzende Belege für diesen Satz.
Allerdings liegen in jedem physischen, wie in jedem moralischen
Organismus die Keime zu seiner künftigen Auflösung. Was einen
Anfang hat, dem ist auch ein Ende sicher. Je vollkommener ein
Organismus, je harmonischer seine Theile, je einfacher, desto
länger ist sein Bestehen möglich, wie wir an den edlen Metallen,
den Edelsteinen, der Seide, dem Ebenholz, den Zähnen gegenüber
dem Süsswasser, dem Blut, den Blumen u. s. w. bemerken.
So lange eine Familie eine Gesellschaft, ein Staat die Kraft
hat, die ihm feindseligen von Aussen her eindringenden, oder in
seinem Innern erwachsenden fremdartigen, ihm verderblichen Stoffe
KJ*