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Jagd und Fischfang ist die früheste Beschäftigung des Menschen,
die ihn zur Herstellung vieler Werkzeuge veranlasst, die
er auf den Wanderungen, welche das Jägerleben nothwendig macht,
mit sich führt.
Zur Fortschaffung der Habseligkeiten bediente sich der
Mensch gar bald der Thiere und zwar derjenigen, welche die Natur
an seine Person gebannt hat, wie das Rennthier und den Hund in
der Polarzone , das Rind , das Pferd in der gemässigten, und das
Kamel, Dromedar in der heissen. Der Mensch ladet theils seine
Habseligkeiten unmittelbar auf diese Thiere, theils befestigt er
Schlitten und Schleifen an dieselben, auf denen sie sein Gepäck
fortschaffen müssen. Er vertraut ihnen aber auch gar bald seine
Person selbst an und reitet auf denselben.
Bei weitem früher als Landfahrzeuge sind die Wasserfahrzeuge.
Die Bewohner der Urwälder, die Pescheräh, Australier
und andere auf den Anfängen der Cultur befindlichen Stämme,
benutzen das fliessende Wasser nicht bloss als Wegweiser, sondern
auch als tragenden Gefährten und Gehülfen, um sich selbst und ihre
Habe fortzuschaffen. Wir finden auf diesen sehr niedernCulturstufcn
mühsam aus kleinen Holzstücken zusammengenähete Fahrzeuge, so
wie grosse Baumstämme, die mit Nachhülfe von Feuer, mit Steinklingen
und Muschelschalen ausgehöhlt sind. Es fehlen die Anfänge
von Ruder und Segel auch auf diesen Stufen durchaus nicht.
Gemehrter Viehstand bringt den Menschen zu dem Hirtenleben,
das zur Herstellung anderweiter Werkzeuge, Gerätschaften
und Gefässe vielfachen Anlass gibt. Namentlich wird durch
das Hirtenleben die Wohnstätte bei weitem reicher ausgestattet
und zur Schonung der Heerde zu der Fleischnahrung andere gefügt,
die auf die weitere Ausbildung der Gefässe rückwirkt. Die Gefässe
des Jägers bestehen meist in Taschen und Beuteln, die der Hirten
sind umfangreicher und fester, zumal, wenn die Milch — wie bei
Kaffem, Betjuanen, Mongolen und Tartaren — den wesentlichsten
Bestandteil der Nahrung bildet.
Die wesentlichste Förderung im Fortschritte der Cultur gewährt
jedoch demMenschen der Ackerbau. Der Jäger durchstreift
Wald, Flur und Küste, und richtet seinen Blick in die Höhe, in
die Weite. Der Hirt folgt ruhig seiner Heerde und hat schon mehr
Veranlassung den Boden, der seinen Thieren die Nahrung bringt,