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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 7. Band, (Jahrgang 1851)

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der  christlichen  Zeitrechnung.”  In  derselben  sind  —
nebst  dem  Leben  des  chinesischen  Verfassers,  des  berühmten
Ministers  Chioyuen,  Angaben  über  verschiedene  bisher  unbekannte ­
  Gegenstände  aus  dem  Gebiete  der  Philologie,  Mythologie
und  Geschichte  enthalten.

Hr.  Custos  Di  einer  übergibt  die  Fortsetzung  seiner:  „Kleinen ­
  Beiträge  zur  älteren  deutschen  Sprache  und
Literatur.”
Nr.V.  Bruchstück  von  Jacob  van  Maerlant’s  Spiegel  liistoriael.
Dieses  besteht  aus  vier  Pergamentblättern  in  Quart  aus  der
ersten  Hälfte  des  14.  Jahrhunderts;  sie  bildeten  ursprünglich  die
äussern  vier  einer  wahrscheinlich  aus  acht  Blättern  bestehenden
Lage,  und  fanden  sich  als  Bücherdeckeln  alter  Drucke  in  der  k.  k.
Universitätsbibliothek  zu  Grätz.  Der  Bibliothekar  Joh.  Kräusler
war  so  gütig,  sie  mir  zur  Benützung  zu  überlassen;  sie  sind  durch
den  Gebrauch  zu  obgenanntem  Zwecke  theihveise  verstümmelt;  bei
allen  wurde  der  untere,  etwa  zwei  bis  drei  Zeilen  enthaltende  Theil,
dann  bei  den  Bl.  2  und  4  an  der  Seite  ein  Streif  weggeschnitten,  so
dass  bei  den  Spalten  BI.  2 b  und  4 b  der  Schluss,  2 c und4°  die  ersten
Buchstaben  fehlen,  auch  hat  die  Stirnseite  von  Bl.  2  und  die
Rückseite  von  Bl.  3  durch  den  Gebrauch  des  Buches  wesentlich
gelitten;  die  Vorderseite  BI.  1  und  die  hintere  von  Bl.  4  sind
durch  das  Ablösen  vom  Deckel  verwischt  und  blass,  jedoch  noch
ziemlich  lesbar.
Jede  Seite  enthält  zwei  Spalten  mit  je  45  bis  47  abgesetzten
Versen.  Zu  Anfang  eines  jeden  Capitels  befindet  sich  eine  kurze
Inhaltsangabe,  die  wie  die  Anfangsbuchstaben  derselben  mit  rother
Tinte  oder  Farbe  geschrieben  sind,  die  andern  Anfangsbuchstaben
der  Verse  sind  schwarz  und  etwas  weniges  von  den  folgenden  Buchstaben ­
  getrennt.  Bl.  1“  enthält  drei  Zeilen  vom  Schlüsse  des  ersten
Buches,  denn  es  heisst  da:  „de  erste  baue  die  nemt  hier  ende”;
hierauf  folgen,  Bl.  1  und  2,  die  Capitel  I  bis  V,  und  ein  Theil  des  VI.;
Bl.  3  und  4,  ein  Stück  des  XVIII.  und  die  Capitel  XIX  bis  XXIV
des  zweiten  Buches.
            
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