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ster Heinrich (Erwählten von Trient) und den Minoriten Heinrich
(Lector des Minoriten-Convents in Mainz), welche schon
früh im Vertrauen Rudolphs waren , und die der Papst um ihrer
Verdienste willen zu den bedeutendsten Kirchenwürden erhob. Sie
räumten alle Schwierigkeiten aus dem Wege und erreichten, dass
endlich die offene Erklärung für den vor einem Jahre erwählten
und kurz darauf gekrönten König ausgesprochen wurde ').
1 ) Leider ist der kleinste Theil der in den vorhandenen Rudolphinischen
Briefsaminlungen enthaltenen diplomatischen Actenstücke datirt, daher die
Benützung derselben sehr erschwert ist. Wir glauben jedoch, dass sich
der bei Gerbert (im Cod. epist. Rudolphi I. R. R.) abgedruckte 18. Brief
des ersten Buches hierher einreihen lässt; er enthält zuerst eine Danksagung
für die gute Aufnahme seiner Gesandtschaft (deren Seele sein
Kanzler Propst Guido von Speier gewesen), und ein sehr lebendig ausgesprochenes
Versprechen, stets das Wohl der Kirche im Auge zu haben.
„Propter quod nos in solidati persistentes propositi corde, pura non ficta
„conscientia ad honorem Dei et exaltationem Romanae ecclesiae semper
„ultronei volumus totis conatibus inveniri, omnes Eeclesias et personas
„ecclesiasticas favoris continuatione confovere, in exhibenda iustitia ipsis
„fore faciles et in conferenda gratia, prout honorem decet Imperii, liberales,
ad universalem orbis pacem omni nisu oriturae radicem discordiae
„medullitus evellere, in cavendaquedissensionismateriaSedis
„apostolicae placitis et mandatis filialiter obedire.” —
Es folgt nun die oben angeführte Stelle über seine Bereitwilligkeit, ins
heilige Land zu ziehen. — Er äussert zugleich den lebhaften Wunsch
nach persönlicher Zusammenkunft „et tractatum, qualiter pax iam diu dis-„perdita
inter christicolas reformetur super omnibus tractatibus per
„vestrae mellifluae pietatis dulcedinem cum nostro Cancellario habitis ol-„ferentes
aniinam, corpus, honores, res et omnianostra ad
„Vestrae beneplacita Sanctitatis. Et ut verbo consonet operis
„gratitudo, Beatitudinis Vestrae pedes devotis osculis, cum vobis placue-„rit,
volumus contingere ac facie ad faciem personae vestrae sanctissimae
„perfrui visione.”
Als Beweis seiner unbegrenzten Verehrung und Hingebung an den Papst
und die römische Curie will er seine Streitigkeiten mit dem Grafen von
Savoyen (der sowohl mit dem römisch-deutschen König als mit dem
Grafen von Habsburg im Conflicte war) vor der römischen Curie durch
beiderseitige Bevollmächtigte ausgleichen, und falls eine solche gütliche
Ausgleichung nicht zu Stande gebracht werden könnte, durch seinen
(des Papstes) Ausspruch entscheiden lassen „certam habentes in Do-„mino
fiduciam, quod ex quo post eum ad nullum alium quam vos et sacro-„sanctam
Romanam ecclesiam habere volumus refugiuin seu respectum,
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