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Der noch lebende römische Titularkönig Alfons (von Castilien)
war auch unzufrieden über die neue Wahl und suchte durch
seine Freunde die Bestätigung Rudolphs zu vereiteln.
Es entspann sich mithin ein diplomatischer Kampf am päpstlichen
Hofe um die Bestätigung oder Verwerfung der Wahl Rudolphs,
der erst nach einem Jahre durch die Anerkennung Rudolphs endete.
Wir wollen den Verlauf desselben näher betrachten.
Bald nach seiner Wahl, noch vor der Krönung, meldet König
Rudolph dem Papste Gregor X., wie nach langen Unterhandlungen
die Wahlfürsten des römisch-deutschen Reiches ihn ohne sein
Zuthun (nullo prorsus ambitu) zur Regierung berufen und seine
Einwilligung zur Uebernahme derselben dringend gefordert haben.
Er habe im Bewusstsein seiner vielfältigen Unzulänglichkeit zurückgebebt
vor dieser erhabenen Würde, doch dem göttlichen Rufe folgend,
im Vertrauen auf den, der den Sterblichen ihren Platz anweiset
und ihre Lage nach weisem Rathschlusse ändert und wechselt,
der die Schwachen stark macht und den Stammelnden die
Gabe der Rede verleiht, habe er zum Lob und Preis des Königs der
Könige, aus Ehrfurcht vor der Mutter Kirche, zum Schutze des
der Neapel um seiner gibellinischen Ansichten willen meiden musste. —
Seine Worte lauten: „Salubris assumpto consolationis remedio de tristi
„obitu fratris mci (vielleicht hingerichtet ?), quiapropterseveri pre-„senciamKaroli
electionem de Imperatore prece, viribus
„pretio impedire conantis, singulos etiam saevientis in Syculos,
„qui de parte fnerint Gybellina, sequi secure curiam non valebam, cuius
„nuper filio nata Domini Regis Boemie suadente papa tradi dehet
„uxorios in amplexus, matrimonio, quod cum filio Lantgravii contraxerat,
„in irritum auctoritate apostolica revocato, tarn de amicorum
„meoruin quam Domini Martini consilio, qui ad vestras literas se mihi
„totum exhibuit, me iam sanitati pristine restitulum summi adventum
„pontificis Bononie noveritis prestolari: praebendam olim magistri Angeli
„cuidam collatam fore ytalico, et omnis expertem gratie Jesu Christi esse
„vicarium (für ihn), quimirasproutdipitur, in futuro con-„cilio
statuet novitates’’ (?). Worin sollten diese mirae novitates
bestehen? Das schon früher erwähnte Magnum Chronicon Belgicum
(Pistorii SS. Rer. Germ. T. III. p. 283) sagt; „Volebat Gregorius noster
„multitudines ordinum refrenare et constituere, ne plures essent quam
„duo ordiries, non mendicantium videlicet nigrorum monachorum, et Ci-„sterciensem:
tarnen ex Templariis et Hospitalariis tertium ordinem addi-„turus.”
— Also Benedictiner, Cistercienser und ein Ritterorden!
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