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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ueber  einige  Gegenstände  des  Taoglaubens.

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In  dem  Zeiträume  Thai-yuen  (376  bis  396  n.  Ghr.)  fällte
ein  Mensch  von  Jü-nan  Bambusrohr.  Er  sah  einen  Bambus,
der  in  der  Mitte  die  ausgebildete  Gestalt  einer  Schlange  hatte.
Die  oberen  Zweige  und  Blätter  waren  wie  früher.  In  dem
Districte  Thung-liü  in  der  Provinz  U  fällte  ein  Mensch  des
Volkes  den  übrig  gelassenen  Bambus.  Er  sah,  dass  eine  alte
Bambusstange  ein  Fasan  wurde.  Kopf  und  Hals  waren  ganz
vollendet,  der  Leib  war  noch  nicht  ausgebildet.  Hier  wurde
ebenfalls  der  Bambus  eine  Schlange,  die  Schlange  wurde  ein
Fasan.
Derselbe  Garten  der  Merkwürdigkeiten:
Su-kiuen  von  Sin-ye  wohnte  immer  mit  Sclaven
und  Mägden  in  einer  Hütte  des  freien  Feldes.  So  oft  es
Essenszeit  war,  kam  sofort  ein  Wesen,  das  von  Gestalt

mit  einer  Schlange  Aehnlichkeit  hatte.  Es  war  sieben  bis  acht
Schuh  lang  und  mit  fünf  farbigen  glänzenden  Schuppen  begabt.
Kiuen  hielt  es  für  etwas  Merkwürdiges  und  fütterte  es.  Es
vergingen  bald  mehrere  Jahre.  Sein  Geschäft  der  Hervorbringung ­
  ging  besser  von  Statten.  Ein  Sclave  erschlug  später  das
Thier  heimlich.  Er  wurde  von  der  Fresskrankheit  befallen.  Man
gab  ihm  täglich  drei  Scheffel  Reisspeise,  und  er  war  noch  immer
nicht  satt.  In  kurzer  Zeit  starb  er.
Der  Garten  der  Merkwürdigkeiten:
Hl  Tschung-tschung  von  Tan-yang  wandelte  in  dem
Zeiträume  Yuen-kia  (145  n.  Chr.)  in  den  Monaten  des  Winters
am  frühen  Morgen.  Er  sah  eine  Schlange  von  zwei  Schuh
Länge.  Die  Streifen  und  die  Farbe  derselben  hatten  Aehnlichkeit ­
  mit  grünem  Smaragd.  Auf  dem  Haupte  trug  sie  zwei
Hörner,  welche  weiss  wie  Edelstein  waren.  Tschung  ward  angeregt ­
  und  nahm  sie  als  Hausthier  auf.  Hierauf  hob  sich  sein
Geschäft  täglich  mehr.  Ueber  ein  Jahr  war  die  Schlange  verschwunden. ­
  Tschung  und  seine  zwei  Söhne  gingen  einer  nach
dem  anderen  zu  Grunde.  Hier  war  das  Kommen  der  Schlange
von  Glück,  ihr  Fortgehen  von  Unglück.  Ist  dieses  nur  bei
Drachen  der  Fall?
Die  Verzeichnisse  des  Dunklen  und  Hellen:
Das  Weib  *  a  Sie-tsu’s  von  Kuei-ki  hatte  anfänglich ­
  einen  Sohn  aufgezogen.  Sie  gebar  noch  eine  Schlange  von
der  Länge  zweier  Schuhe.  Diese  lief  sogleich  bei  dem  Thore
Sitzungsber.  d.  pbil.-liist.  CI.  LXXIX.  Bd.  I.  Hft.  6
            
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