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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ueber  einige  Gegenstände  des  Taoglaubens.

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hatten  nämlich  eine  grosse  Schildkröte  gefangen  und  banden
sie  an  einen  Pfeiler  der  Brücke.  Die  Schildkröte  streckte  den
Hals,  sah  sich  nach  allen  Seiten  um,  als  ob  sie  Jemanden
suchte,  der  sie  rettete.  Tan  fragte:  Um  wie  viele  Geldstücke
ist  sie  zu  verkaufen?  —  Man  sagte:  Um  fünftausend.  —  Tan
sagte:  Mein  Esel  kostet  dreitausend.  Könnt  ihr  sie  geben?  —
Man  sagte:  Ja.  —  Hierauf  gab  er  ihnen  den  Esel,  liess  die
grosse  Schildkröte  in  das  Wasser  und  ging  zu  Fuss  nach
Hause.
Das  Buch  Pao-pö-tse:
In  dem  Wasser  M  Tsai-teu  waren  grosse  Schildkröten. ­
  Dieselben  befanden  sich  immer  in  der  Seitentiefe.  Man
nannte  den  Ort:  die  Seitentiefe  der  grossen  Schildkröten.  Die
Schildkröten  konnten  als  alte  Gespenster  auftreten  und  Krankheiten ­
  hervorbringen.  Da  erschien  ein  Mann  des  Weges,  der
auf  dem  Haupte  einen  Feuerglanz  trug.  Derselbe  konnte  kinblicken
  und  sie  sehen.  Er  warf  versiegelten  Schlamm  des  Buntfarbigen ­
  von  Yue  rings  umher  in  die  Seitentiefe.  Nach  längerer
Zeit  schwamm  eine  grosse  Schildkröte,  welche  im  Umfange
und  in  der  Länge  eine  Klafter  mass,  heraus.  Sie  wagte  es
nicht,  sich  zu  rühren.  Man  tödtete  sie,  und  die  Kranken  wurden
gleichmässig  gesund.  Ferner  kamen  kleine  Schildkröten  reihenweise ­
  heraus  und  verendeten  an  dem  Flussarme  in  sehr  grosser
Anzahl.
Die  von  Thsui-piao  verfassten  Erklärungen  des  Alterthums
und  der  Gegenwart:
Die  grosse  Schildkröte  ist  der  Abgesandte  des  Aeltesten
des  Flusses.
Die  Geschichte  des  Suchens  der  Götter:
King,  Fürst  von  Tsi,  setzte  über  den  Strom  und  den  Yuen.
Als  er  zu  dem  (gelben)  Flusse  gelangte,  hielt  eine  grosse  Schildkröte ­
  das  linke  Pferd  des  Dreigespanns  an  und  tauchte  es
unter.  Alle  befiel  Bangen.  ^  J'p  Ku-ye-tse  zog  jetzt
das  Schwert  und  folgte  ihr  nach.  Er  ging  in  schiefer  Richtung
fünf  Weglängen,  in  verkehrter  Richtung  drei  Weglängen.  Als
er  an  den  Fuss  der  Schleifsteinsäule 1  gelangte,  war  es  eine
5  Die  Schleifsteinsäule  heisst  ein  Felsen  in  dem  gelben  Flusse.  Derselbe
ist  von  Gestalt  gleich  einer  Säule.
            
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