Alcuinstudien.
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bert u. A. (Ep. 4) an. Dagegen lässt, sich aus Alcuins Briefen
allerlei aiiführen, wonach gerade Candidus als ein Mann reiferen
Alters und als an Jahren anderen, wie etwa Fridug-isus, voraus
erscheint. Ihm allein wurde Arno’s vertraulicher Bericht über
die Zustände in Rom mitgetheilt (Ep. 127). Er erhielt, lange bevor
Fridugisus bei Hofe eingeführt wurde, vertrauliche Aufträge
an König Karl. Als Alcuin im J. 800 ablehnte Karl nach
Rom zu folgen, ihn aber von seinen Jüngern begleiten Hess,
scheint er Wizo an deren Spitze gestellt zu haben (Ep. 119,
161). In solchem Sinne, meine ich, hat sich auch Wizo selbst
seinen jüngeren Gefährten gegenüber als senex bezeichnen
können. So sehe ich auch in diesem Worte kein Hinderniss,
den Brief Wizo beizulegen und so zu deuten, wie ich oben
vorgeschlagen habe.
Ich komme auf den Codex C zurück. Dass er einen
auf die Verhältnisse ' im Osten bezüglichen Brief mit enthält,
spricht gleichfalls für seine Herkunft und berechtigt uns ebenfalls
ihn der Gruppe der Salzburger Handschriften mit Alcuinbriefen
zuzuzählen.
Codex Vindobonensis 458 = X.
Nach Einband u. s. w. ehemals in Salzburg, im Katalog
von 1433 unter Nr. 33 verzeichnet, wird X von Froben sehr
oft (besonders 1, 39 und 2, 418) als Cod. Salisb. LNV1I angeführt.
Ein gewisser Baldo 1 Hess ihn einst von mehreren
schreiben. Um welche Zeit, lässt sich nicht mit Sicherheit
sagen. Denn möchte man den Haupttheil von X der Schrift
nach in den Beginn des 10. Jahrhunderts setzen, so zeigen die
letzten sich unmittelbar anschliessenden Seiten eine entschieden
ältere Hand, die zuletzt auch noch ein Wort in tironischen
Noten wiederholt, so dass man darnach den ganzen Codex eher
dem 9. Jahrhundert zuschreiben muss. Unter verschiedenen
Schriften, die mit Ausnahme der ersten theils Alcuin theils
1 S. die Verse in Mon. Alcuin. 138. — Der jüngste Baldo oder Paldo, der
im Verbriiderungsbuch von S. Peter vorkommt, ist um 860 eingetragen.