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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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Sickel.

vom  Ammanuensis  a  auf  einem  leei'gebliebenen  Blatte  copirt.
Die  andern  Stücke  dieser  Nachlese  in  Z"  sind  mehr  oder  minder ­
  verbreitet  gewesen,  wie  aus  der  Concordanztafel  ersichtlich ­
  ist.  Wie  sie  nach  Salzburg  gekommen  sein  mögen,  darüber ­
  gibt  allenfalls  Ep.  222  eine  Andeutung.  Auch  ich  bin
der  Meinung  der  letzten  Herausgeber,  dass  der  Inhalt  dieses
ohne  Adresse  überlieferten  Schreibens  am  füglichsten  auf
Osulfus  passt,  der  reich  begabt  und  von  seinem  Meister  Alcuin
vielfach  begünstigt,  diesem  doch  durch  unstetes  und  unregelmässiges ­
  Leben  Kummer  machte  und  fern  von  der  Heimath
in  der  Lombardei  seinen  Tod  fand.  1  Er  muss,  wenn  die  Ep.
222  und  223  an  ihn  gerichtet  sind,  in  England  wohl  bekannt
gewesen  und  gute  Verbindungen  gehabt  haben,  und  könnte  so
a  -f-  ß  und  die  Ep.  86  an  die  Cantuarienses  von  dort  bezogen
haben.  Er  weilte  ferner  um  die  Zeit,  da  die  Briefe  Karls  an
Angilbert  und  Leo  verfasst  wurden,  am  fränkischen  Hofe. 2  Ich
denke  mir,  weil  Ep.  222  sich  nur  in  Salzburger  Handschriften
findet,  dass  er  diesen  Brief  entweder  eben  in  Salzburg  erhalten
oder  doch  mit  andern  Briefen  dorthin  gebracht  hat. 3  Die  übrigen ­
  Stücke  dieser  Gruppe  können  gleichfalls  durch  Osulfus
nach  Salzburg  gekommen  sein  oder  auch  vom  Schreiber  0
direct  aus  den  Originalen  oder  gleich  dem  Fragment  von  Ep.
71  aus  dort  befindlichen  Copien  geschöpft  sein.  Indem  die
beiden  Karlbriefe  hier  so  wie  in  T  zu  beurtheilen  sind,  ist
auch  Z  in  seinem  ganzen  Umfange  eine  Sammlung  von  lauter
Alcuinbriefen.
Codex  Vindobonensis  966  =  C.
Frohen  1,  177  führt  für  seine  Ep.  122  (=  Jaffe  Ep.  209)
einen  Wiener  Codex  theol.  131  an,  den  Kieberer  für  ihn  be-1
  Ep.  245  und  Mon.  Alcuin.  21.  —  Im  Verbrüderungsbueh  von  S.  Peter
col.  52  findet  sicli  ein  Osulfus  presbyter,  aber  nach  Karajan’s  Bestimmung ­
  der  Hände  erst  820—S70  eingetragen,  wodurch  die  Identität  der
Personen  ausgeschlossen  wird.  Ich  will  dabei  nachtragen,  dass  dort  auch
mehrmals  der  Name  Toto  vorkommt,  der  an  den  Alcuinschreiber  Dodo
erinnert,  aber  doch  nicht  mit  Sicherheit  auf  diesen  bezogen  werden  kann.
2  Mon.  Alcuin.  630  Note  2.
3  Unter  diesen  Umständen  glaube  ich  es  unentschieden  lassen  zu  müssen,
ob  Ep.  295  an  Arno  oder  an  einen  andern  Bischof  adressirt  war.
            
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