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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Alcuinstudien.

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T  61  (Brief  Karls  an  Athilhard  u.  a.  Bischöfe)  in  die  Sammlung ­
  o  und  weiter  in  den  Codex  T  aufgenommen  worden  sein.
Der  ganze  Nachtrag  T  82—90  aber  ist  wohl  gleich  S  von  Tours
aus  dem  eifrigen  Sammler  von  Alcuinbriefen  mitgetheilt  worden,
als  den  wir  den  Besitzer  des  Codex  archetypus  schon  kennen
gelernt  haben.  Ich  betone:  dem  Sammler  von  Alcuinbriefen,
denn  T  enthält,  wenn  Alcuin  bei  jenen  drei  königlichen  Schreiben ­
  Karl  als  Secretär  gedient  hat,  mit  Ausnahme  des  im  Anhänge ­
  befindlichen  T  109,  nur  Briefe  aus  Alcuins  Feder  und
erscheint  in  dieser  Beziehung  als  Sammlung  von  durchaus  einheitlichem ­
  Charakter.
Auch  die  Bi’iefe  Z  54—63  haben  sich  als  ein  Nachtrag
oder  Einschiebsel  erwiesen  (S.  523).  Indem  die  Collection
a  —J—  ß  stark  verbreitet  war,  konnte  sie  an  verschiedenen  Orten
noch  mancherlei  Zuwachs  erfahren,  so  auch  in  Salzburg  durch
dorthin  adressirte  oder  auf  Umwegen  gelangte  Briefe.  Als
der  Salzburger  Copist  0  au  seine  Arbeit  ging,  scheint  ihm
a  -f-  ß  schon  in  der  erweiterten  Gestalt  zur  Hand  gewesen  zu
sein.  Unter  den  betreffenden  zehn  Briefen  kann  ich  drei  nur
in  Salzburger  Manuscripten  nachweisen.  Es  findet  sich  nämlich ­
  Z  56  —  Ep.  295  nur  an  dieser  Stelle;  man  ist  deshalb
versucht  Arno  als  Adressaten  anzunehmen.  Z  57  bietet  nur
einen  Theil  der  Ep.  107  (Forte  aliquantum  temporis  etc.),  die
bereits  der  Schreiber  a  aus  Y  in  Z'  eingetragen  hatte. 1  Z  55
endlich  (Ep.  222)  ist  gleich  Z  11  und  war  gleichfalls  bereits

expedirt  und  darauf  erst  der  Beschluss  Angilbert  zu  senden  und  die
Weisung  an  diesen  (K.  t46)  erfolgt  seien.  Da  ist  ilim  aber  das  nicht
allein  aus  dem  Inhalt,  sondern  auch  aus  der  fonnelmässigen  Fassung  ersichtliche ­
  Verhältniss  zwischen  K.  146  und  147  entgangen.  K.  146  ist
nämlich  die  dem  Gesandten  ertheilte  Instruction  und  K.  147  die  Antwort,
die  er  dem  Papst  iiberbringen  soll;  beide  gehören  also  zusammen  und
sind  zu  gleicher  Zeit  verfasst.  Aber  in  einem  Urkunden-  oder  Regestenbuch ­
  muss  man  das  eine  Stück  vor  das  andere  stellen,  und  da  entspricht
es  nur  dem  einfachen  Hergange,  dass  man  K.  146  als  zuerst  bestellt  vor
das  erst  später  überreichte  K.  147  setzt.
1  Auch  der  Copist  0  hatte  den  Codex  Y  vor  sich,  liess  aber  den  Eingang
mit  seinem  historischen  Inhalt  aus  und  setzte  bei  Y  f.  192'  Zeile  18  mit
der  Abschrift  ein.  Auf  der  folgenden  Seite  von  Y  übersprang  0  eine
Zeile,  verbesserte  sich  aber  sofort  und  machte  im  Codex  Y  da,  wo  er
fortzufahren  hatte,  ein  Zeichen.

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