Alcuinstudien.
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T 61 (Brief Karls an Athilhard u. a. Bischöfe) in die Sammlung
o und weiter in den Codex T aufgenommen worden sein.
Der ganze Nachtrag T 82—90 aber ist wohl gleich S von Tours
aus dem eifrigen Sammler von Alcuinbriefen mitgetheilt worden,
als den wir den Besitzer des Codex archetypus schon kennen
gelernt haben. Ich betone: dem Sammler von Alcuinbriefen,
denn T enthält, wenn Alcuin bei jenen drei königlichen Schreiben
Karl als Secretär gedient hat, mit Ausnahme des im Anhänge
befindlichen T 109, nur Briefe aus Alcuins Feder und
erscheint in dieser Beziehung als Sammlung von durchaus einheitlichem
Charakter.
Auch die Bi’iefe Z 54—63 haben sich als ein Nachtrag
oder Einschiebsel erwiesen (S. 523). Indem die Collection
a —J— ß stark verbreitet war, konnte sie an verschiedenen Orten
noch mancherlei Zuwachs erfahren, so auch in Salzburg durch
dorthin adressirte oder auf Umwegen gelangte Briefe. Als
der Salzburger Copist 0 au seine Arbeit ging, scheint ihm
a -f- ß schon in der erweiterten Gestalt zur Hand gewesen zu
sein. Unter den betreffenden zehn Briefen kann ich drei nur
in Salzburger Manuscripten nachweisen. Es findet sich nämlich
Z 56 — Ep. 295 nur an dieser Stelle; man ist deshalb
versucht Arno als Adressaten anzunehmen. Z 57 bietet nur
einen Theil der Ep. 107 (Forte aliquantum temporis etc.), die
bereits der Schreiber a aus Y in Z' eingetragen hatte. 1 Z 55
endlich (Ep. 222) ist gleich Z 11 und war gleichfalls bereits
expedirt und darauf erst der Beschluss Angilbert zu senden und die
Weisung an diesen (K. t46) erfolgt seien. Da ist ilim aber das nicht
allein aus dem Inhalt, sondern auch aus der fonnelmässigen Fassung ersichtliche
Verhältniss zwischen K. 146 und 147 entgangen. K. 146 ist
nämlich die dem Gesandten ertheilte Instruction und K. 147 die Antwort,
die er dem Papst iiberbringen soll; beide gehören also zusammen und
sind zu gleicher Zeit verfasst. Aber in einem Urkunden- oder Regestenbuch
muss man das eine Stück vor das andere stellen, und da entspricht
es nur dem einfachen Hergange, dass man K. 146 als zuerst bestellt vor
das erst später überreichte K. 147 setzt.
1 Auch der Copist 0 hatte den Codex Y vor sich, liess aber den Eingang
mit seinem historischen Inhalt aus und setzte bei Y f. 192' Zeile 18 mit
der Abschrift ein. Auf der folgenden Seite von Y übersprang 0 eine
Zeile, verbesserte sich aber sofort und machte im Codex Y da, wo er
fortzufahren hatte, ein Zeichen.
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