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Sickel.
de Cuculo in Froben 2, 237 böse gemeint und endet in geradezu
herzlicher Weise. Wir werden uns also Dodo Cuculus
genannt doch nicht als Trunkenbold zu denken haben, sondern
nur als Freund einiger Gläser guten Weins. Wird er doch
auch noch im J. 801 von Alcuin nach York geschickt, wobei
ihm von Tours aus weitere schriftliche Aufträge ortheilt werden. 1
Ueber Dodo haben wir also wenigstens Nachrichten, die recht
wohl damit reimen, dass der Verbreiter von Alcuinbriefcn zwischen
Tours und York oder Canterbury den Verkehr vermittelt
haben muss.
Auf Dodo-Cuculus weist noch ein anderer eigenthümlicher
Umstand hin. Gleich an zweiter Stelle im Codex A
also in der Collection Aa, steht Ep. 287 von Aquila an Cuculus
geschrieben. Es ist das der einzige nicht von Alcuin
verfasste Brief in dieser Reihe und es stehen hier zwei Briefe
an dieselbe Person an der Spitze. Ueberdies sind es nur die
aus gleicher Quelle fliessenden Codices V und A, welche Ep.
287 kennen. Das sieht doch so aus, als beständen irgend
welche Beziehungen zwischen Dodo und dieser Sammlung. Aus
der Bekanntschaft zwischen Arno und Dodo braucht übrigens
noch nicht gefolgert zu werden, dass letzterer auch in Salzburg
gewesen sei; sie kann füglich gelegentlich eines Aufenthalts
des Erzbischofs in Francien geschlossen worden sein. 2
Es könnte auch Dodo gewesen sein, der im J. 798 Arno oder
Adalhard oder beiden einige der in Y copirten Briefe überbracht
hat. So Ep. 259 an Daphnis, der uns einmal (Mon.
Ale. 867) als specieller Freund von Dodo genannt wird, so
Ep. 257 u. 260; denn diese drei Briefe gleichen in Inhalt und
Ton der Correspondenz mit guten Freunden in Aa. 3
1 Ep. 167, 173, 174. — Vielleicht bezieht sich auch Ep. 43 auf ihn.
2 Dodo scheint in S. Amand bekannt gewesen zu sein. Die Verse de Cuculo
stehen nämlich auch in einem gleichaltrigen Manuscript von
S. Amand Nr. 93 des alten Katalogs (Delisle, Cabinet 2,448), jetzt Nr. 387
der Handschriften von Valenciennes.
3 Für Beziehungen zwischen Arno und Dodo zeugt auch der Umstand,
dass die Ep. 286 zum Theil in den Codex D übergegangen ist, dessen
Schreiber für die übrigen Alcuinbriefe durchgehends Salzburger Handschriften
benutzt.