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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Alcuinstudien.

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winnen  wir  für  ß  etwa  die  gleichen  Zeitgrenzen  wie  für  a.  Des
Weitern  meine  ich  auch  für  ß  als  Sammler  einen  der  damaligen
Begleiter  Alcuins  annehmen  zu  können.
Nun  vermag  ich  auch  die  früher  offen  gelassene  Frage,
wo  in  Z  die  Sammlung  a  —f-  ß  endet,  zu  beantworten.  Auf
Ep.  302  folgt  dort  nämlich  als  Z  54  die  Ep.  109  an  Arno,
die  auch  in  T,  K,  A  wiederkehrt.  Aber  erstens  schliesst  sich
Ep.  109  in  dem  nächstverwandten  Codex  T  nicht  so  unmittelbar ­
  an  wie  in  Z,  und  zweitens  ist  sie  erst  im  J.  799  geschrieben
und  dadurch  von  den  Gruppen  a  —ß  ausgeschlossen.  Diesen
Brief  und  was  noch  sonst  in  Z"  folgt,  können,  wir  erst  in  anderem ­
  Zusammenhänge  unterbringen.
Von  den  Briefen  der  Gruppe  ß  linden  sich  die  Ep.  5,
216,  292  auch  schon  unter  den  vom  Amm'anuensis  a  in  Z'
eingetragenen  Zusätzen,  ein  Beweis  dass  diesen  Stücken  eine
weite  Verbreitung  zu  Theil  geworden  war,  mögen  sie  nun
diesem  Salzburger  Schreiber  direct  aus  der  Umgebung  Alcuins
oder  gleichfalls  auf  dem  Umwege  über  England  zugegangen
sein.  Es  mag  noch  mancher  andere  Brief  wie  diese  auf  losen
Blättern  über  Land  und  Meer  geflogen  sein,  so  unter  andern
die  von  demselben  Copisten  in  Z'  eingeschalteten  Ep.  132  und
222.  Die  zweite  findet  sich  nur  in  Z  und  seinen  Abkömmlingen. ­
  Die  erste  dagegen  noch  in  Ac  als  A  49.  Indem  sie
dem  J.  800  angehört,  kann  sie  uns  als  Ausgangspunkt  für  die
Untersuchung  von  Ac  dienen.
Es  ist  das  eine  bunte  und  wüste  Sammlung.  Neben  vier
Briefen  anderer  Verfasser  bietet  sie  Briefe  Alcuins  an  bekannte ­
  und  unbekannte  Personen,  an  Adressaten  diesseits  und
jenseits  des  Canals,  so  wenig  geordnet  dass  die  an  denselben
Eanbald  II.  von  York  gerichteten  Ep.  72,  73,  74  von  einander
getrennt  (A  40,  42,  50)  sind  und  zwischen  zwei  derselben  Ep.
36  an  den  gleichnamigen  Vorgänger  in  York  eingeschoben  ist.
Offenbar  hat  die  in  Ac  vorliegende  Collection  keine  oder  geringe ­
  Verbreitung  gefunden;  auch  in  den  angelsächsischen  Codex ­
  V  sind  nur  fünf  Stücke  derselben  übergegangen. 1  Dass
1  Aus  den  Fehlern  in  A  (vgl.  z.  B.  Ep.  108  S.  446)  kann  man  folgern,
dass  die  für  Ac  benutzte  Vorlage  noch  viele  cursive  Verbindungen  hatte,
wie  sie  auch  in  den  britischen  Handschriften  des  9.  Jahrhunderts  gebräuchlich ­
  waren.
            
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