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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Alcuinstudien.

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cartulae  distinctu  notavi,  verweist  Jaffe  auf  den  ganzen  Complex
  der  computistischen  Schriften  in  Fr.  2,  356—368.  Gemeint
ist  aber  nur  De  saltu  lunae.  Dagegen  findet  sich  ein  Hinweis
auf  De  bissexto  in  Ep.  111:  quod  mea  olim  devotio  de  bissexto ­
  paucis  inchoavit  ratiunculis  etc.  Alle  drei  Tractate  bilden
also  gewissermassen  Beilagen  zur  Correspondenz  zwischen  Alcuin
  und  Karl.
Zu  Codex  T  zurückkehrend  glaube  ich  auch  noch  T  27  =
Ep.  252  ad  Angilbertum  zum  ersten  Theile  oder  zur  ersten
Briefcollection  in  T  rechnen  zu  müssen.  Einmal  weil  T  28  =
Ep.  28  in  mehreren  Handschriften  als  Kopf  einer  besondern
Sammlung  erscheint,  dann  weil  T  27  zwar  an  Angilbert  adressirt,
  dem  Inhalte  nach  jedoch  Antwort  auf  eine  in  Karls  Aufträge ­
  von  Angilbert  gestellte  Frage  ist,  folglich  mit  zur  Correspondenz ­
  zwischen  Alcuin  und  dem  König  gehört.  —  Zunächst
drängt  sich  hier  der  Gedanke  auf,  dass  wir  in  T  1—27  eine
bei  Hofe  entstandene  officielle  Sammlung  vor  uns  haben.  Aber
wie  sollen  wir  dann  die  Lücken  in  derselben  erklären?  Es
fehlen  nämlich  manche  in  dieselbe  Zeit  fallende  Briefe  Alcuins
an  Karl,  namentlich  die  theologischen  Inhalts  wie  Ep.  142,
143,  191  u.  a.  Ich  möchte  daher  eher  einen  dem  Hofe  nahe
stehenden,  in  alle  Geheimnisse  eingeweihten,  aber  doch  eigenen
Neigungen  folgenden  Mann  als  Sammler  betrachten.'  Dabei  ist
Ep.  118  als  durchaus  confidentiellen  Charakters  und  gewiss
nur  den  vornehmsten  Rathgebern  des  Königs  mitgetheilt  zu
beachten.  Auf  ein  lebhaftes  Interesse  für  Fragen  der  Astronomie ­
  und  Zeitrechnung  muss  man  daraus  schliessen,  dass  die
von  ihnen  handelnden  Briefe  fast  vollständig  (es  fehlt  nur
Ep.  97  von  Karl  an  Alcuin,  d.  h.  die  Antwort  auf  Ep.  96)  in
die  Collection  Aufnahme  gefunden  haben.  Will  man  nun  zunächst ­
  auf  gut  Glück  auf  eine  bestimmte  Person  bei  Hofe
rathen,  so  darf  wohl  Angilbert  um  so  mehr  als  der  Veranstalter ­
  dieser  Sammlung  in  Vorschlag  gebracht  werden,  da  das
letzte  Stück  eben  an  ihn  adressirt  ist.
Weitern  Aufschluss  erhalten  wir,  wenn  wir  die  Verbreitung ­
  der  Briefe  von  T'  (so  will  ich  fortan  T  1—27  bezeichnen)
in  von  T  unabhängigen  Handschriften  ins  Auge  fassen.  Zunächst ­
  kommt  da  der  Codex  Londoniensis  Lambeth  218  angel-
            
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