Alcuinstudien.
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die in H gesammelten Briefe auf die Kreise Adalhards von
Corbie hinweisen.
Freilich passt nicht eine Angabe der drei Cataloge der
Stiftsbibliothek aus dem 11. 12. und 13. Jahrhundert, die auf
uns gekommen sind *, auf unsere Handschrift. Ja ich erhielt
dann, indem mir nicht genügte, was über Ii in Frohen 1, 22
und in den Mon. Alcuin. 133 2 gesagt wird, von Mr. E. M.
Thompson Mittheilungen, nach denen der Codex schon im
10. Jahrhundert als in England befindlich erscheint. Nach dem
Wappen auf dem jetzigen Einbande gehörte H im 17. Jahrhundert
Sir Symonds Dewes. Früher war H wohl in York,
da auf der letzten Seite um 1400 Ebor. vermerkt ist. Endlich
ist von einer Hand des 10. Jahrhunderts auf f. 87' ein Alphabet
mit angelsächsischen Buchstaben eingetragen und auf
der nächsten Seite die Worte: liwät ic call feala ealde säge. 3
Dennoch verträgt sich damit meine Annahme. Die Briefsammlung
in H kann nämlich frühestens 814 zum Abschluss
gekommen sein, da sich am Ende derselben unter andern Episteln
Dungais eine erst nach dem Tode Karl des Grossen an
Theodrada geschriebene 4 befindet. Soll also Adalhard auf die
Sammlung Einfluss genommen haben, so kann das nur zu der
Zeit geschehen sein, da er fern von seinem Kloster in der
Verbannung lebte. 5 Von seinen damaligen literarischen Beschäftigungen
legt eine Abschrift der Historia tripartita Zeugniss
ab. 0 Dieser Codex ist dann allerdings nach Corbie gebracht
worden, wo er in den drei Katalogen verzeichnet wurde
und wo ihn noch Mabillon sah. Aber die Lebensumstände
Adalhards würden es wohl erklären, dass andere Manuscripte,
die er sich damals von Corbieer Brüdern schreiben Hess, nie-1
Delisle, Cabinet 2, 427.
2 Offenbar Druckfehler ist liier: saec. XI. In Jaffas Aufzeichnungen stellt
richtig saec. IX, und so wird das Alter auch schon in Manuseripts in
the Harleian, collection 1, 64 bestimmt.
3 Mein College Zupitza übersetzt: Fürwahr, ich sehr viel alte. Sage, wozu
er als Prädicat ergänzt: gehyrde (hörte) oder gefrägn (erfuhr). Er glaubt
darin den Anfang eines nicht mehr erhaltenen Gedichtes zu erkennen.
4 Mon. Carol. 429 Nr. 46.
5 Simson Jahrbücher des fränkischen Reichs unter Ludwig d. Fr. 21.
0 Wattenbach G. Quellen 1, 189.