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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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Sickel.

fällt  auf  dass  a  als  Veranstalter  der  Collection  in  Z'  die  Ep.
71  und  296  =  Y  13  und  14  auslässt.  Drittens  dass  von  den
Briefen  Alcuins  an  andere  Personen  im  Cod.  Y  1—12  gar
keine  Notiz  genommen  wird.  Letzterer  Umstand  jedoch  findet
seine  Erklärung  darin,  dass  bei  der  ersten  Anlage  von  Z  offenbar ­
  nur  eine  Collection  von  Briefen  an  Arno  beabsichtigt  war.
Da  man  an  die  Ausführung  ging,  können  die  Ep.  71  und  296
um  so  leichter  übersehen  worden  sein,  da  sie  sich  auf  einer
andern  und  vielleicht  schon  damals  verschobenen  Pergamentlage ­
  (s.  S.  470)  befanden.  Was  endlich  den  zuerst  angeführten ­
  Umstand  anbetrifft,  so  vermag  ich  ihn  nur  auf  Rechnung ­
  der  stattgefundenen  Arbeitstheilung  zu  setzen.  Kurz  diese
Bedenken  fallen  nicht  so  sehr  ins  Gewicht  gegenüber  dem
aus  der  Text  Vergleichung  gewonnenen  Ergebniss,  dass  die
Schreiber  von  Z'  die  betreffenden  Briefe  Y  entlehnt  haben.
Was  aus  diesem  Sachverhalt  zu  folgern  ist,  wenn  man  eine
neue  Edition  vorbereiten  will,  bedarf  wohl  keiner  Ausführung ­
  mehr.
Beachtung  verdient  noch,  wie  der  Schreiber  a  es  mit  den
Namen  im  Eingang  hält:  wo  er  sie  in  der  Vorlage  Y  fand,
d.  h.  in  Ep.  101,  133,  102,  gab  er  sie  auch  wieder.  In  dem
von  ihm  allein  geschriebenen  Zerscheinen  dann  die  sechs
Briefe  nicht  allein  sämmtlich  mit  den  Namen  ,  sondern  auch
die  salutatio  und  conclusio  so  vollständig,  dass  ich  anzunehmen
geneigt  bin,  dass  a  hier  die  Originalbriefe  copirt  hat.
Um  die  Entstehung  von  Z"  darlegen  zu  können,  muss
ich  erst  die  Beschreibung  anderer  Codices  vorausschicken.

Codex  musei  Britannici  Harleianus  208  =  H.
Als  ich  zum  ersten  Male  eine  Schriftprobe  aus  diesem
Manuscript  sah,  kam  mir  die  Schrift  bekannt  vor:  sie  gleicht,
wie  ich  dann  festgestellt  habe,  der  Schrift  Corbieer  Mönche
aus  dem  Beginn  des  9.  Jahrhunderts,  wie  sie  unter  andern  aus
den  Pariser  Codices  11,  533  und  13,  373  bekannt  ist  (s.  S.  479).
War  ich  schon  deshalb  geneigt,  H  in  Zusammenhang  zu  bringen ­
  mit  diesem  Kloster,  so  noch  mehr  als  ich  fand,  dass  auch
            
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