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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Alcuinstudien.

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Alcuin  mit  Arno  handelt,  das  Verhältniss  von  Z  zu  andern
Handschriften  feststellen.  Dabei  sehe  ich  hier,  wo  wir  die
Briefe  bis  zu  ihrer  Aufnahme  in  Z  verfolgen  wollen,  natürlich
von  den,  wie  ich  zeigen  werde,  aus  Z  schöpfenden  Handschriften ­
  R,  B,  D  ganz  ab.
Die  Z-Briefe  theilen  sich  je  nach  Adressaten  und  nach
der  Provenienz  in  zwei  Hauptgruppen.  Z"  bietet  uns  ^höchstens ­
  ein  oder  zwei  Stücke  ausgenommen)  nur  nach  Salzburg
auf  Umwegen  gekommene  Briefe  dar.  Zu  dieser  Gruppe  können
wir  aber  auch  die  Nachträge  in  Z'  rechnen.  Kehren  doch  vier
der  hier  von  a  eingeschalteten  Episteln  nochmals  in  Z"  wieder,
und  wenn  das  mit  Ep.  132  (filiae  regis)  nicht  der  Fall  ist,  ,  so
begegnet  uns  dieses  Stück  doch  in  einem  der  grossen  Sammelcodices ­
  anderer  Herkunft.  Nach  Ausscheidung  dieser  fünf
Episteln  bleiben  uns  in  Z'  und  in  Z'"  nur  an  Arno  gerichtete
Schreiben.
Wenn  schon  das  genügen  würde  Z,  auch  abgesehen  von
seiner  äussern  Geschichte,  als  eine  in  Arns  Umgebung  entstandene ­
  Sammlung  zu  bezeichnen,  so  kommt  noch  das  andere
Moment  bestätigend  hinzu,  dass  diese  Collection  in  ihrem  ganzen ­
  Umfange  nur  in  diesem  einen  Codex  vorliegt.  Einen  Theil
der  Briefe  hat  allerdings  Z  mit  Y  gemein,  aber  Y  entstammt
ja  demselben  Kreise.  Sonst  sind  nur  vier  Briefe  aus  Z'  (kein
einziger  aus  Z'")  in  noch  andern  MSS.  nachgewiesen,  nämlich
die  Ep.  18,  109,  125,  194,  alle  durchaus  unverfänglichen  Inhalts ­
  und  daher  auch  zu  weiterer  Verbreitung  geeignet.  Ep.
18  wurde  von  Alcuin  schon  in  seiner  britischen  Heimath
verfasst  und  da  mag  das  Concept  in  die  dortigen  Collectionen
V  und  A  gekommen  sein.  Ebenso  mögen  von  Elnon  aus,  wo
Ep.  109,  und  von  Tours  aus,  wo  die  Ep.  125  und  194  geschrieben ­
  sind,  Exemplare  verbreitet  und  so  Ep.  109  in  alle
Handschriftengruppen,  die  beiden  andern  in  den  einst  Adalhard
gehörigen  Codex  H  übergegangen  sein.  In  der  Hauptsache
steht  es  doch  so,  dass  Arno  die  an  ihn  gerichteten  Briefe
Alcuins  geheim  gehalten,  aber  doch  so  hoch  geschätzt  hat,
dass  er  sie  sammeln  und  in  Abschriften  für  die  Salzburger
Bibliothek  aufbewahren  Hess.  Bezeichnend  genug  ist  dabei,
dass  auch  nach  dem  Tode  beider  Freunde  Salzburg  seine
Schätze  nicht  mittheilte,  wie  es  solche  aus  dem  Westen  em-
            
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