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Sickel.
briefe betheiligt. Es liegt die Annahme nahe, dass der Tod
Alcuins Anlass gegeben hat die Sammlung abzuschliessen.
Dass es nicht viel später geschehen sein kann, lehrt das Alter
der Handschriften, welche, wie wir sehen werden, direct oder
indirect aus Z geschöpft haben. 1 In diesem Zusammenhänge
will ich auch noch ausführlicher von der Schrift von a und
seinen Genossen reden. Ueberblickt man die nachweislich
unter Arno in Salzburg entstandenen Handschriften, 2 so erkennt
man leicht die Eigenthümlichkeiten der damaligen Salzburger
Schreibschule. Sie hat mit der von Tours, die für
Westfrancien massgebend wurde, das Bestreben gemein, die
cursiven Buchstaben und Verbindungen auszumerzen und gleichförmige
und selbständige Minuskelbuchstaben einzuführen, ohne
dass man sich jedoch hier wie dort schon ganz von alten Gewohnheiten
loszureissen vermochte. Die Salzburger Schrift
unterscheidet sich aber von der gleichzeitigen westfränkischen
wesentlich dadurch, dass in Salzburg die Buchstaben durchschnittlich
grösser und fetter gemacht wurden und dass die
Schaftbasen nicht so stark nach links gebogen und nicht so
sehr verjüngt wurden wie in Tours. Sie steht daher der andern
an Eleganz weit nach, ist dagegen weit lesbarer. Sämmtliche
an Z betheiligte Schreiber gehören nun der Salzburger
Schule an, und dass ihre Schrift noch nicht so entwickelt ist
in der angegebenen Richtung, wie etwa in dem Cod. Vindob.
387 vom J. 809, bestärkt mich darin die Entstehung unseres
Codex in die ersten Jahre des 9. Jahrhunderts zu setzen.
Wir können nun den ganzen Inhalt von Z überblicken
und, wenigstens so weit es sich um die Correspondenz von
1 Spätestens 830 wurde Z für ein jetzt nicht mehr erhaltenes Formelbuch
benutzt, von dem in der zweiten Abhandlung die Rede sein wird.
2 Ich begnüge mich auf einige auch in weitern Kreisen bekannte Codices
zu verweisen. So auf die älteren Theile des Verbrüderungsbuches von
S. Peter, insbesondere auf die von Karajan mit a, i, 1 bezeichneten Hände.
Ferner auf den Codex der Stiftsbibliothok zu S. Peter IX, 16 (Facsimile
in den Monum. graphica 8, 6) mit der Unterschrift: Episeopus Arnus
constituit librum istum in suis temporibus. Endlich auf den Cod. Vindob.
387 (olim Salisburg. 421; im Katalog von 1433 Nr. 224), der zum
grossen Theil bis 809 geschrieben ist: s. Pertz, Archiv 3, 532 und Mon.
G. h. SS. 1, 86.