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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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Pfizmaier.

Die  Geschichte  der  acht  Inseln:
In  fi.  Tsu-tscheu 1  findet  sich  die  den  Geist  ernährende ­
  mennigrothe  Unsterblichkeitspflanze.  Dieselbe  hat  Aehnlichkeit
  mit  den  Sprossen  der  Blumenbinse  und  ist  drei  bis
vier  Schuh  lang.  Wenn  die  Menschen  sterben,  überdeckt  man
sie  mit  der  Pflanze  und  sie  werden  lebendig.  Wenn  man  sie
als  Arznei  gebraucht,  hat  man  das  lange  Leben.  Zu  den  Zeiten
des  Kaisers  des  Anfangs  ,aus  dem  Hause  Thsin  war  eine  grosse
Pest  und  es  gab  viele  Todte.  Ein  Vogel  hielt  in  dem  Schnabel
diese  Pflanze,  überdeckte  damit  die  Todten  und  in  dem  Augenblicke ­
  wurden  alle  lebendig.  Der  Kaiser  des  Anfangs  hörte
dieses  und  fragte  den  Frühgebornen  des  Dämonenthaies  von
der  nördlichen  Vorstadt.  Der  Frühgeborne  sprach:  Dieses  ist
die  Pflanze  der  Unsterblichkeit.  Sie  wächst  auf  den  Rubinenfeldern.
  Ausserdem  gibt  es  mehrere  zehnmal  zehntausend
Häuser  der  Unsterblichen  des  Berges  der  Weingefässe,  welche
das  Feld  bebauen  und  Unsterblichkeitspflanzen  pflanzen.
Die  Geschichte  der  hohen  Berge:
Auf  den  hohen  Bergen  findet  man  die  Menschenunsterblichkeitspflanze. ­
  Dieselbe  ist  von  Gestalt  gleich  einem  kleinen
Kinde.  Die  Erdunsterblichkeitspflanze  ist  viereckig  und  misst
einen  Schuh.  Sie  ist  von  Farbe  gleich  dem  gelben  Golde.  Sie
wird  von  fünf  farbigen  Wolken  überdeckt.  Ein  göttlicher  Drache
bewacht  sie.  Wer  sie  verzehrt,  kann  durch  sie  die  Jahre  in
die  Ferne  rücken.
Die  von  Thsui-piao  verfassten  Erklärungen  des  Alterthums ­
  und  der  Gegenwart:
Im  zweiten  Jahre  des  Zeitraumes  Yuen-ho  (85  n.  Chr.)
wuchs  die  Unsterblichkeitspfbiuze  in  Pei.  Sie  war  von  Gestalt
gleich  der  Mütze  des  Menschen.  Ferner  wuchs  sie  in  Tchangwu.
  Sie  war  von  Gestalt  gleich  einem  Menschen,  der  zwei
Söhne  in  den  Armen  hält.  Zn  den  Zeiten  des  Kaisers  Tsching,
im  fünften  Jahre  des  Zeitraumes  Kien-sohi  (32  v.  Chr.)  wuchs
die  Unsterblichkeitspflanze  in  Ying-tscheu.  Sie  brachte  immer
im  sechsten  Monate  ein  Blatt  hervor.  Sie  war  im  Frühfinge
grün,  im  Sommer  purpurn,  im  Herbst  weiss,  im  Winter
1  Der  Name  einer  solchen  Landschaft  kommt  sonst  nirgends  vor.  Es
scheint  hier  der  District  Tsu-li  in  Kan-sü  gemeint  zu  sein.
            
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