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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Kaiser  Ngai  starb  wider  Vermuthen.  Im  fünften  Jahre
des  Zeitraumes  Scliing-ping  (361  n.  Chr.),  war  Kaiser  Mö  gestorben. ­
  ,Kein  volles  Nössel'  bedeutet:  er  gelangte  nicht  zu
zehn  Jahren.
Zu  den  Zeiten  des  Fürsten  von  Hai-si  aus  dem  Hause
Tsin,  in  dem  Zeiträume  Thai-ho  (366  bis  370  n.  Ohr.),  sang
das  Volk:
Grün,  grün  des  Kaiserweges  Weidenbäume!
Weisse  Pferde,  purpurne  lose  Zügel.
Du  bist  der  kaiserliche  Nachfolger  nicht:
Wie  erlangst  du  des  süssen  Thaues  Trank?
Weiss  ist  der  Grundstoff  von  Tsin.  ,Pferd'  sind  die  Seitengeschlechter ­
  des  Reiches.  Purpurn  ist  die  das  Richtige  entreissende
  Farbe.  Es  stellt  in  das  Licht,  dass  man  das  Purpurne
zwischen  das  Hellrothe  bringt.  Der  Fürst  von  Hai-si  wurde
plötzlich  abgesetzt.  Die  drei  Söhne  waren  nicht  die  Söhne
Hai-si’s  <und  fanden  den  Tod.  Man  erwürgte  sie  mit  Pferdezügeln. ­
  Den  Tag  nach  ihrem  Tode  machten  die  südlichen  Gegenden ­
  süssen  Thau  zum  Geschenke.
Gegen  das  Ende  des  Zeitraumes  Thai-ho  sangen  die  Knaben ­
  das  Lied:
Die  Rinder  am  Pfluge  pflügen  den  Kaiserweg,
Am  weissen  Thore  säet  man  kleinen  Weizen.
Als  Hai-si  abgesetzt  wurde  und  in  U  sich  aufhielt,  pflügten
die  Menschen  des  Volkes  vor  seinem  Thore  und  säeten  kleinen
Weizen,  wie  es  in  dem  Liede  gesagt  wird.
Als  dem  Fürsten  von  Hai-si  aus  dem  Hause  Tsin  ein
kaiserlicher  Sohn  geboren  ward,  sangen  die  hundert  Geschlechter ­
  :
Dem  Paradiesvogel  wird  geboren  ein  Junges,
In  der  Welt  ein  Jeder  sich  freut.
Man  sagte  zuerst,  es  sei  ein  Füllen  des  Pferdes,
Jetzt  ist  es  bestimmt,  es  ward  ein  junger  Drache.
Dieses  Lied  war  sehr  schön  und  sein  Sinn  sehr  verborgen. ­
  Der  Fürst  von  Hai-si  war  unmännlich.  Er  Hess  [fj]
Hiang-lung,  einen  Menschen  seines  Gefolges,  mit  den  auf-
            
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