430
P f i z m a i e r.
Kaiser Ngai starb wider Vermuthen. Im fünften Jahre
des Zeitraumes Scliing-ping (361 n. Chr.), war Kaiser Mö gestorben.
,Kein volles Nössel' bedeutet: er gelangte nicht zu
zehn Jahren.
Zu den Zeiten des Fürsten von Hai-si aus dem Hause
Tsin, in dem Zeiträume Thai-ho (366 bis 370 n. Ohr.), sang
das Volk:
Grün, grün des Kaiserweges Weidenbäume!
Weisse Pferde, purpurne lose Zügel.
Du bist der kaiserliche Nachfolger nicht:
Wie erlangst du des süssen Thaues Trank?
Weiss ist der Grundstoff von Tsin. ,Pferd' sind die Seitengeschlechter
des Reiches. Purpurn ist die das Richtige entreissende
Farbe. Es stellt in das Licht, dass man das Purpurne
zwischen das Hellrothe bringt. Der Fürst von Hai-si wurde
plötzlich abgesetzt. Die drei Söhne waren nicht die Söhne
Hai-si’s <und fanden den Tod. Man erwürgte sie mit Pferdezügeln.
Den Tag nach ihrem Tode machten die südlichen Gegenden
süssen Thau zum Geschenke.
Gegen das Ende des Zeitraumes Thai-ho sangen die Knaben
das Lied:
Die Rinder am Pfluge pflügen den Kaiserweg,
Am weissen Thore säet man kleinen Weizen.
Als Hai-si abgesetzt wurde und in U sich aufhielt, pflügten
die Menschen des Volkes vor seinem Thore und säeten kleinen
Weizen, wie es in dem Liede gesagt wird.
Als dem Fürsten von Hai-si aus dem Hause Tsin ein
kaiserlicher Sohn geboren ward, sangen die hundert Geschlechter
:
Dem Paradiesvogel wird geboren ein Junges,
In der Welt ein Jeder sich freut.
Man sagte zuerst, es sei ein Füllen des Pferdes,
Jetzt ist es bestimmt, es ward ein junger Drache.
Dieses Lied war sehr schön und sein Sinn sehr verborgen.
Der Fürst von Hai-si war unmännlich. Er Hess [fj]
Hiang-lung, einen Menschen seines Gefolges, mit den auf-