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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ungewöhnliche  Erscheinungen  und  Zufälle  in  China.

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begab  sieb  ein  Mensch,  der  in  der  Hand  einen  Buchsbaumstab ­
  hielt  und  mit  einem  hochrothen  Kleide  angethan  war,  zu
dem  Thore,  wo  die  Wagen  hielten.  Er  erklärte  mündlich,  er
sei  der  Abgesandte  eines  höchstweisen  Menschen  und  verlangte
den  Himmelssohn  zu  sehen.  Die  Aufseher  des  Thores  nahmen
seine  Worte  entgegen.  Er  erklärte,  sein  Geschlechtsname  sei
§  Liii,  sein  Name  Si.  Er  sagte,  die  Tochter  von  dem
Geschlechte  Wang-ho  müsse  unter  ihrem  rechten  Fusse  sieben
Sterne  haben.  Die  Sterne  haben  Haare  von  sieben  Zoll  Länge.
Der  Himmel  habe  jetzt  den  Befehl  erlassen,  dass  sie  die  Mutter
der  Welt  sein  möge.  Als  man  es  an  dem  Hofe  gemeldet  hatte,
bekannte  er  und  ward  hingerichtet.  Zugleich  liess  man  es  nach
Tsin-ling  herabgelangen.  Man  hielt  daselbst  die  Hinrichtung
für  gerecht.
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Khang  von  Tsin,  im  zehnten
Monate  des  zweiten  Jahres  des  Zeitraumes  lvien-yuen  (344  n.
Chr.),  hatte  ^  Yt,  die  Tochter  y||  Tschin-tö’s,  eines
der  von  Kuo-wang,  Beaufsichtiget-  des  Lagers  des
Heerführers  der  Leibwache,  befehligten  Kriegers,  an  ihrem
Fusse  Schriftzeichen,  welche  besagten:  Mutter  der  Welt.  Wenn
man  sie  ausbrannte,  wurden  sie  immer  mehr  sichtbar.  In  der
Mutterstadt  entstand  grosser  Lärm.  Die  Inhaber  der  Vorsteherämter ­
  liessen  Yi  aufgreifen,  binden  und  brachten  es  zu  Ohren.
Plötzlich  war  sie  aus  dem  Gefängnisse  des  Districtes  Kienkliang
  verschwunden.
Gegen  das  Ende  der  Zeiten  Scln-hu’s  schrumpften  alle
Häupter  an  den  Bildnissen  der  weisen  und  höchstweiseu  Menschen, ­
  die  man  vor  der  Vorhalle  iK  Bt  Ta-wu  gezeichnet
hatte,  plötzlich  ein  und  rückten  zwischen  die  Schultern.
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Hiao-wu  von  Tsin,  im  Anfänge
des  Zeitraumes  Ning-khang  (373  bis  375  n.  Chr.),  verwandelte
sich  in  Tscheu-ling,  Provinz  des  Südens,  ein  Mädchen  von
dem  Geschlechte  Thang  allmälig  in  einen  Mann.
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Ngan  von  Tsin,  im  siebenten
Jahre  des  Zeitraumes  I-hi  (411  n.  Chr.),  war  jjjjf  Tschaotschii,
  ein  Mensch  von  Wu-si,  in  seinem  achten  Jahre  eines
Morgens  urplötzlich  acht  Schuhe  lang.  Sein  Bart  war  voll  und
dicht.  In  drei  Tagen  starb  er.
            
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