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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ungewöhnliche  Erscheinungen  und  Zufälle  in  China.

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Im  Winter,  im  eilften  Monate  des  neunten  Jahres  des
Zeitraumes  Yuen-khang  (299  n.  Chr.),  wurde  eine  rothe  Stute
scheu  und  lief  zu  der  Meldhalle  des  Beruhigers  des  Vorliofes.
Sie  wieherte  schmerzlich  und  war  todt.  Es  war  wohl  ein  Bild
dessen,  dass  Min-hoai,  zum  öeständniss  gezwungen,  sterben
werde.  Dass  sie  die  Meldhalle  des  Beruhigers  des  Vorhofes
sah,  war  auch  der  Wille  des  Himmels.

Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Yuen  von  Tsin,  im  zweiten
Jahre  des  Zeitraumes  Ta-hing  (318  n.  Chr.),  warf  ein  Pferd
Yang-yin’s  aus  Pö-yang,  Angestellten  der  Provinz
Tan-yang,  ein  Füllen  mit  zwei  Köpfen,  die  vor  dem  Halse
sich  trennten.  Es  verendete  nach  der  Geburt.  Nach  der  Erklärung ­
  Sse-ma-pieu’s  war  es  das  Bild  dessen,  dass  die  Lenkung ­
  sich  bei  den  besonderen  Thoren  befindet  und  zwei  Häupter
hat.  Nachher  verging  sich  (J)  ^  Wang-tün  gegen  den  Kaiser.

Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Tsching  von  Tsin,  im  fünften
Monate  des  achten  Jahres  des  Zeitraumes  Hien-khang  (342  n.
Chr.),  Tag  Kiä-sü  (11),  zeigte  sich  ein  Pferd,  das  von  Farbe
roth  wie  Blut  war.  Dasselbe  lief  aus  dem  Thore  j|j)  |^r
Siuen-yang  gerade  in  den  vorderen  Theil  der  Vorhalle,  machte
Krummsprünge  und  lief  hinaus.  Man  verfolgte  es  sogleich,  doch
Niemand  wusste,  wo  es  war.  An  dem  Tage  Ki-mao  (16)  war
der  Kaiser  unwohl.  Im  sechsten  Monate  starb  er.  Dieses  war
Pferdeunglück.  Es  war  auch  ein  Vorzeichen  des  Rothen.  Als
!Üi  M  Üjä?  Tschang-tschung-hoa  sich  in  Liang-tscheu  befand,
wollte  er  jj>J|  )|fji  Tschang-tso,  Reichsgehilfen  von  Si-ho,  hinrichten ­
  lassen.  In  dem  Stalle  Tso’s  hatten  mehrere  Zehende
von  Pferden  zu  gleicher  Zeit  rückwärts  keinen  Schweif.

Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Ngan  von  Tsin,  im  zehnten
Monate  des  vierten  Jahres  des  Zeitraumes  Lung-ngan  (400  n.
Chr.),  wuchsen  in  Liang-tscheu  einem  Pferde  Hörner.  Der
stechende  Vermerker  Kö-tsiuen  schickte  es  und  liess
es  Hoan-hiuen,  dem  Beruhiger  der  Hauptstadt,  zeigen.  Lieuhiang
  erklärte:  Einem  Pferde  sollen  keine  Hörner  wachsen.
Hiuen  sollte  nicht  zu  den  Waffen  greifen  und  sie  gegen  den
Kaiser  kehren.  Er  sah  das  Unheil  und  kam  nicht  zur  Besinnung. ­
  Desswegen  gelangte  er  zu  Ausrottung  und  Vernichtung.
            
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