Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ungewöhnliche  Erscheinungen  und  Zufälle  in  China.

409

einem  Fusswege  in  das  Wasser  des  Stromes  und  kamen  nicht
heraus.  Hiuen  schickte  Leute,  welche  nachsehen  und  sie  bewachen ­
  sollten.  Die  Tage  vergingen,  und  es  war  nichts  zu
sehen.
Im  neunzehnten  Jahre  des  Zeitraumes  Yuen-kia  von  Sung
(442  n.  Chr.)  schickte  Tsin-ling  ein  Kind,  dessen  Hörner  an
der  rechten  Brustseite  wuchsen  und  acht  Schuh  lang  waren.
Im  zweiten  Monate  des  nächsten  Jahres  bewirkte  der  östliche
Palast  Unglück.
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Hiao-wu,  im  dritten  Jahre
des  Zeitraumes  Ta-ming  (459  n.  Chr.),  machte  Feiyen, ­
  stechender  Vermerker  von  Kuang-tscheu,  einen  dreihörnigen
  Wasserbüffel  zum  Geschenk.
Ungeheuerlichkeiten  des  Pfeilschiessens.
HP  ^  Teng-tschi,  Heerführer  der  Wagen  und  Reiter
von  Schö,  unternahm  den  Eroberungszug  nach  Feu-ling.  Er
sah  einen  schwärzlichen  Affen,  der  um  einen  Berg  herumging.
Er  schoss  nach  ihm  mit  dem  Bogen  und  traf  ihn.  Der  Affe
riss  die  Pfeilspitze  heraus,  rollte  Baumblätter  zusammen  und
verschloss  die  Wunde.  Tschi  sprach:  Leider!  Ich  widersetzte
mich  der  Eigenschaft  der  Wesen.  Ich  werde  sterben.  —  Wider
Vermuthen  starb  er.  Dieses  war  Ungeheuerlichkeit  des  Pfeilschiessens. ­
  Einige  sagen:  Eine  Aefiin  hielt  ihr  Junges  in  den
Armen.  Tschi  schoss  nach  ihr  und  traf  sie.  Das  Junge  riss
ihr  die  Pfeilspitze  heraus,  nahm  Baumblätter  und  verschloss
die  Wunde.  Tschi  seufzte  und  warf  den  Bogen  in  das  Wasser.
Er  wusste,  dass  er  sterben  werde.
Zur  Zeit  als  Kaiser  Kung  von  Tsi  König  von  Lang-ye
war,  liebte  er  wunderbare  Spiele.  Einst  schloss  er  ein  Pferd
innerhalb  des  Thores  ein  und  gebot  den  Leuten,  nach  dem
Pferde  zu  schiessen.  Er  wollte  sehen,  nach  wie  vielen  Pfeilschüssen ­
  es  todt  sein  würde.  Unter  den  Leuten  seiner  Umgebung ­
  war  einer,  der  ihm  Vorstellungen  machte  und  sagte:
Jäy  Ma  ,Pferd'  ist  der  Geschlechtsname  des  Reiches. 1  Doch
1  Der  Geschlechtsname  der  Kaiser  von  Tsin  war  Sse  -  ma
,Vorsteher  der  Pferde 4 .
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.