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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ungewöhnliche  Erscheinungen  und  Zufälle  in  China.

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des  Weissen  und  Schwarzen.  Der  Kaiser  fragte
O
Kao-tang-lung.  Dieser  antwortete:  Das  Gedicht  sagt:  Die  Elster
hat  ein  Nest,  doch  die  Taube  wohnt  darin.  —  Dass  inan  jetzt
Häuser  des  Palastes  aufbaut,  ab.er  Elstern  kommen  und  nisten,
dieses  ist  das  Bild  dessen,  dass  die  Häuser  des  Palastes  noch
nicht  vollendet  sind  und  man  selbst  sie  nicht  bewohnen  darf.
Der  Himmel  hat  eine  Absicht,  als  ob  er  sagte:  Die  Häuser
sind  noch  nicht  vollendet.  Es  werden  andere  Geschlechter  sein,
welche  sie  einrichten  und  als  Kaiser  bewohnen.  Man  kann
nicht  anders,  als  tief  darüber  nachdenken.  —  Der  Kaiser  veränderte ­
  jetzt  die  Miene  und  hatte  ein  erregtes  Aussehen.
Zu  den  Zeiten  Sün-kiuen’s  von  U,  im  vierten  Monate
des  zwölften  Jahres  des  Zeitraumes  Tschi-U  (249  n.  Chr.),
hielten  zwei  Vögel  eine  Elster  in  dem  Schnabel  und  Hessen
sie  in  das  östliche  Gebäude  fallen.  Kiuen  liess  den  leitenden
Reichsgehilfen  #  m  Tschü-khiü  für  die  Elster  ein  Leuchtfeuer ­
  anzünden  und  sie  opfern.  Nach  der  Erklärung  Lieu-hin’s
war  dieses  eine  Ungeheuerlichkeit  der  Flügelthiere.  Es  war
auch  ein  Vorzeichen  des  Schwarzen.  Es  war  die  Strafe  dafür,
dass  man  beim  Sehen  nicht  hellsehend,  beim  Hören  nicht
scharfhörig  war.  Um  diese  Zeit  waren  die  Absichten  Kiuen’s
ungemessen,  die  Tugend  im  Schwinden.  Er  glaubte  der  Verläumdung
  und  liebte  es,  zu  tödten.  Seine  zwei  Söhne  sollten
in  Gefahr  gerathen.  Sie  sollten  gegenseitig  die  Gefahr  bereiten.
Er  sah  das  Ungeheuerliche  und  kam  nicht  zur  Besinnung.  Er
fügte  dazu  ein  Leuchtfeuer,  was  der  ärgste  der  Wege  der
Dunkelheit  ist.  Im  nächsten  Jahre  wurde  der  Nachfolger
Ho  abgesetzt,  |||  Pa,  König  von  Lu,  wurde  mit  dem  Tode
beschenkt.  Tschü-khiü  wurde  seines  Amtes  entkleidet,
Lö-J  starb  vor  Kummer.  Dieses  war  das  Entsprechende.  Das
östliche  Gebäude  ist  das  Sammelhaus  der  Vorbilder  und  der
Belehrung.  Die  Elster  fällt  in  das  östliche  Gebäude:  es  ist
noch  die  Absicht  des  Himmels.
Zu  den  Zeiten  Sün-kiuen’s  von  U,  im  ersten  Monate  des
zweiten  Jahres  des  Zeitraumes  Thai-yuen  (251  n.  Chr.),  gab
man  dem  früheren  Nachfolger  Ho  das  Lehen  eines  Königs
von  Nan-yang  und  schickte  ihn  nach  Tschang-scha.  Eine
Elster  nistete  auf  dem  Mastbaume.  Die  alten  Palastgefährten
Ho’s  hörten  dieses,  und  Alle  waren  voll  Kummer  und  Schmerz.
            
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