Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

386

Pfizmaier.

kommt  nickt  von  aussen.  Der  Hund  besitzt  die  Eigenschaft
des  Bewachens  und  Vertheidigens.  Weiss  ist  die  Farbe  des
Metalls,  jedoch  die  Galle  ist  dem  Gebrauche  des  Kriegsmutlies
vorgesetzt.  Die  Kaiser  und  Könige  gehen  im  Kreise,  die  fünf
Oberherren  vereinigen  sich  an  dem  Tage  Meu-sö  (35).  Sie
sind  dem  Gebrauche  der  Waffen  vorgesetzt.  Das  Metall  ist
der  Grundstoff  von  Tsin,  das  Feuer  verbrennt  das  Eisen.  Dass
man  damit  Krankheiten  behandelt,  dieses  besagt,  dass  man
sein  Geschlecht  entfernt  und  kommt.  Das  Feuer  verbindet
sich  mit  dem  Metall-  und  wirkt  gemeinschaftlich  gegen  die  Verderblichkeit ­
  der  Insecten.
Zu  den  Zeiten  Hai-si’s  von  Tsin  hatte  |{^  Yü-hi
vier  bis  fünf  Jahre  hindurch  Freude  daran,  Trauerlieder  anzustimmen. ­
  Er  bewegte  die  grossen  Schellen  und  sang.  Dabei
liess  er  die  Leute  der  Umgebung  einstimmen.  Auch  wenn  er
ein  Fest  gab,  hiess  er  die  Tänzerinnen  bei  dem  Tanze  den
Gesang  der  Menschen  von  ^  Sin-ngan  und  die  Worte
der  Trennung  singen.  Die  Töne  dieses  Gesanges  waren  überaus
traurig.  Die  Zeitgenossen  wunderten  sich  darüber.  Später  wurde
er  auch  wirklich  geschlagen.
Zu  den  Zeiten  des  Fürsten  von  Hai-si  aus  dem  Hause
der  Tsin  und  seit  dem  Zeiträume  Thai-ho  (366  bis  370  n.  Chr.)
hielten  die  Frauen  und  Mädchen  der  grossen  Häuser  nachlässiges ­
  Schläfenhaar  und  einen  seitwärts  geneigten  Haarschopf
für  vollkommenen  Schmuck.  Da  sie  viele  Haaraufsätze  verwendeten, ­
  trugen  sie  diese  nicht  immer  auf  dem  Kopfe.  Sie
verfertigten  vorerst  falsche  Haarschöpfe  und  legten  diese  über
Wasser.  Sie  nannten  dieses:  falsche  Häupter.  Wenn  Leute
sie  ausleihen  wollten,  so  nannte  man  sie:  ausgeliehene  Häupter.
Die  Sitte  verbreitete  sich  bald  über  die  Welt.  Seit  dieser  Zeit
gaben  Menschen  und  vorzügliche  Männer  oft  ihre  Sache  auf.
Desswegen  verloren  Einige  nach  dem  Tode  ihr  Haupt.  Das
Haupt  bildete  man  bisweilen  aus  Pflanzen  und  Bäumen. 1  Das
Wort  ,falsche  Häupter'  war  davon  das  Vorzeichen.

1  Den  Todten  fehlte  manchmal  das  Haupt,  weil  es  der  Feind  mitgenommen
hatte.  Bei  der  Aufbahrung  musste  daher  das  Haupt  aus  Gras  und  Baumzweigen ­
  gebildet  werden.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.