Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ungewöhnliche  Erscheinungen  und  Zufälle  in  China.

375

schöpfe  binden,  ist  das  Bild,  dass  der  Weg  des  Dieners  nach
oben  übergreift.  Im  ersten  Jahre  des  Zeitraumes  Yung-tschang
(322  n.  Chr.)  griff  der  oberste  Heerführer  ^  Wang-ttin
zu  den  Waffen.  Das  Innere  ward  überfallen,  die  sechs  Kriegsheere ­
  wurden  zerstreut  und  lösten  sich  auf.
Wenn  man  ehemals  den  Stiel  der  Flügelfächer  bildete,
schnitzte  man  das  Holz  und  gab  ihm  die  Gestalt  von  Bein.
Indem  man  zehn  Flügelfedern  verwendete,  nahm  man  eine
ganze  Zahl.  Als  im  Anfänge  der  Erhebung  von  Tsin  Wangtün
  im  Süden  den  Eroberungszug  unternahm,  veränderte  er
dieses  zum  ersten  Male.  Man  bildete  einen  langen  Stiel,  der
unten  vorragte  und  erfasst  werden  konnte.  Dabei  verminderte
man  die  Flügelfedern  und  gebrauchte  deren  acht.  Die  Einsichtsvollen ­
  verwunderten  sich  darüber  und  sagten:  Der  Flügelfächer ­
  hat  den  Namen  von  den  Flügeln.  Indem  man  einen
laugen  Stiel  verfertigt,  ergreift  man  den  Stiel  und  bringt  die
Flügel  zurecht.  Indem  man  zehn  in  acht  verwandelt,  nimmt
man,  was  noch  nicht  hergestellt  ist,  und  entreisst,  was  bereits
hergestellt  ist.  —  Wenn  man  um  diese  Zeit  Kleider  verfertigte,
war  wieder  der  Obertheil  kurz,  der  Gürtel  reichte  bis  unter
die  Achseln.  Wenn  man  Mützen  aufsetzte,  band  man  den  Untertheil
  an  den  Hals.  Der  Untertheil  bedrängte  den  Obertheil,
der  Obertheil  hatte  keinen  Boden.  Unten  waren  die  Beinkleider
eine  gerade  Leinwandbreite,  man  bildete  die  Mündung  ohne
Nahtausschnitte.  An  dem  Untertheil  verfehlte  man  in  grossem
Masse  den  Zuschnitt.  Wider  Vermuthen  entstand  Aufruhr  durch
die  Bewaffneten.  In  drei  Jahren  überfiel  man  zweimal  die
Mutterstadt.  Als  jltf  Idai-si 1  erst  die  Nachfolge  in  der
Würde  (des  Kaisers)  erhalten  hatte,  vergassen  die  ihm  entgegenziehenden ­
  Obrigkeiten,  den  Leopardenschweif  aufzustellen.
Die  Einsichtsvollen  hielten  dieses  für  das  Bild,  dass  er  kein
gutes  Ende  nehmen  werde.  Es  waren  nahezu  Ungeheuerlichkeiten ­
  der  Kleidung.
Ü]  'if  M,  -7*  Sse-ma-tao-tse  von  Tsin  errichtete  in
dem  nördlichen  Garten  des  Sammelhauses  Weinstuben  und  eine
Reihe  Buden.  Er  beauftragte  die  Menschen  des  Geschlechtes

1  Hai-si  ist  der  als  Kaiser  herrschende  dfb  Yi.  Hoau-wen  setzte  ihn  ab
und  ernannte  ihn  zum  Fürsten  von  Hai-si.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.