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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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Pfizmaier.

viele  Anschläge  im  Verborgenen.  Man  machte  alsbald  grosse
Wirren  entstehen.
Der  spätere  Kaiser  Fei  (von  Sung)  ritt  immer  einzeln
und  schweifte  in  der  Ferne  umher.  Wenn  er  auf  den  Märkten,
in  Strassen,  Lagern  und  Klöstern  aus-  und  eintrat,  gebrauchte
er  gewöhnlich  nicht  den  kaiserlichen  Handwagen.  Zuletzt  stürzte
er  und  wurde  vernichtet,
Ungeheuerlichkeiten  der  Kleidung.
Kaiser  Wu  von  Wei,  in  Betracht  ziehend,  dass  die  Welt
voii  Unglück  heimgesucht  und  wüst  war,  die  Güter  mangelten,
verglich  zuerst  die  aus  Fellen  verfertigten  Seitenlappen  der
Mützen  des  Alterthums  und  schnitt  aus  Atlas  und  Tuch  weisse
Hauben.  Er  veränderte  dadurch  die  alte  Tracht.
Fu-hiuen  sprach:  Weiss  ist  Sitte  des  Kriegsheeres,  es  ist  nicht
Sitte  des  Reiches.  ^  ^  Yü-pao  hielt  dafür:  die  gebleichte
Farbe  sei  einfach  unheilvoll,  die  Trauer  um  den  Todten  sei
die  Haube.  Es  seien  Worte  für  Zerstörung  und  Schande.  Das
Leder  ist  nämlich  das  Letzte  des  Zeitalters,  das  Ungeheuerliche ­
  des  Angriffs  und  der  Tödtung.  Als  man  anfänglich  weisse
Hauben  verfertigte,  nähte  man  den  Vordertheil  zu,  um  ihn
von  dem  Hintertheile  zu  unterscheiden.  Man  nannte  ihn
Yen  ,das  Gesicht'.  Dieser  Gebrauch  setzte  sich  im  gemeinen
Leben  fort.  In  dem  Zeiträume  Yung-kia  von  Tsin  (307  bis
312  n.  Chr.)  entfernte  man  allmälig  die  Naht.  Man  nannte
dieses  ,gesichtlose  Hauben'.  Doch  wenn  die  Frauen  das  Haupthaar ­
  zusammenfassten,  ward  dieses  immer  loser.  So  fest  sie  es
auch  knüpften,  es  konnte  nicht  aufrecht  stehen.  Das  Haupthaar ­
  bedeckte  die  Stirn,  und  es  trat  nichts  als  die  Augen
hervor.  ,Ohne  Gesicht'  ist  ein  Wort  für  ,sich  schämen'.  Die
Stirn  bedecken,  ist  die  Haltung  der  Scham.  ,Immer  loser
werden'  besagt,  dass  die  Welt  Gebräuche  und  Gerechtigkeit
vergisst,  dass  sie  den  Leidenschaften  freien  Lauf  lässt,  und  am
Ende  zu  grosser  Schande  gelangt.  Nach  dem  Zeiträume  Yungkia
  kehrten  zwei  Kaiser  nicht  zurück.  Die  Welt  schämte  sich.
Kaiser  Ming  von  Wei  setzte  eine  Mütze  von  fünffarbigem
Stickwerk  auf  und  trug  Aermel,  deren  eine  Hälfte  blau,  die
andere  farblos  war.  Er  zeigte  es  einst  dem  geraden  Diener
JpLYang-feu.  Dieser  tadelte  ihn  und  fragte:  Nach  welcher
            
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