Porges.
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findet sich auch das reflexivische 3 einer Intensitätsstarambildung
im Passiv vorgesetzt in 6x3: Jes. 59, 3, welches der
Bedeutung nach effectivisch zu sein scheint: ,sie sind befleckt'
im Unterschiede von ,sie sind befleckt worden', welches im
Hebräischen ibxl heissen müsste.
Eine eigenthümliche, verderbte Reflexiv-Passivbildung vom
Intensitätsstamme ist die monströse Form bys^3 (auch bpsDi),
wie sie im Hebräischen eigentlich gar nicht, 1 im Talmudischen
und Spätchaldäischen jedoch ziemlich häufig anzutreffen ist,
z. B. II. Sam. 23, 7, pan: ,beabsichtigen', htean? ,gestört,
vernichtet werden'. Das 3, welches jedenfalls aus dem Hebräischen
herübergenommen ist, scheint die reflexivische, effectivische
oder passivische Bedeutung der regulär mit n gebildeten
Reflexivform entsprechend zu verstärken.
3. u. 4. Intensivische Causativ- und Causativ-Reflexiv-Stammformen
wurden nur vom Aetliiopischen ausgebildet, doch
ist ihre Anwendung in der Sprache eine ziemlich geringe.
Den übrigen semitischen Dialekten schien die Ausbildung
dieser beiden Stämme, welche der Bedeutung nach von den
entsprechenden einfachen Verbalformen nicht stark differiren,
kein dringendes Bedürfniss und darum unterblieb sie. Intensive
Causativstämme der Form A'M-A: mit Verdoppelung des
mittleren Rad. sind: AUUIP: ,schön machen', AAfKl) (denominativ)
,verständig machen', A/,a<U: ,vollenden lassen'. Wie das einfache
Causativum der Bedeutung nach in späterer Zeit mit
dem einfachen Grundstamme zusammenfiel, so erhielt auch
Form II. 2 hie und da dieselbe Bedeutung wie die ihr geschichtlich
vorangehende I. 2, z. B. l&l- und A7<U{: ,beflecken',
O/.P: und AO/.P: ,gleichmachen'. Wo der einfache und intensivische
Causativstamm neben einander Vorkommen, verhalten
sie sich zu einander wie I. 1 (Kal) zu II. 1 (Piel), z. B. A'iO/,:
1 Die Beispiele von hyan;-Formen, welche in <len hebräischen Grammatiken
gewöhnlich angeführt werden: ‘-1333, 1333_ und HlFliM, welches
letztere Wort überdies nicht einmal seiner Bedeutung nach unzweifelhaft
feststeht, sind so wie manche andere der in unserem heutigen Bibeltexte
vorhandenen stark befremdenden Unregelmässigkeiten derart vereinzelte
Anomala, dass wir wohl besser daran thun, eine unrichtige Punctation
oder einen unbedeutenden Schreibfehler als Grund der sonderbaren Anomalie
zu betrachten.