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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ueber  die  Verbalstammbildung  in  den  semitischen  Sprachen.

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nur  ganz  vereinzelt  in  den  selteneren  quadriliteralen  Steigerungsstämmen
  des  Arabischen  und  Aethiopischen,  so  z.  B.  in
der  arab.  sog.  XIV.  und  XV.  Conjug.,  wo  das  wie  bei  den
eigentlichen  nicht  intensivischen  Quadriliteris  in  die  Mitte  der
Wurzel  eingeschoben  wird,  z.  B.  dh&Xfcf  ,copiosus  fuit',
,sehr  dick  sein',  IkUU  ,sich  aufrichten',  ,sich  ausbreiten', ­
  im  Aethiopischcn,  wo  A’ü  =  "in  ist,  z.  B.  A'Jfötfffi:
,niederfallen',  AWA®:  ,hin  und  her  gehen'.  Dergleichen  Reflexivformen ­
  sind  ihrer  Bedeutung  nach  stets  intransitiv.  Das
Aethiopische  scheint  einige  Ausnahmen  von  dieser  Regel  zuzulassen, ­
  so  z.  B.  ,rollen'  (trs.  und  intr.),  AViÜiiVf»:
,bewegen'  und  ,sich  bewegen',  A'tfUAO:,ausbreiten'  (ausschliesslich
transitiv).  Doch  da  sich  von  dergleichen  Verbis  neue  Passiv-Reflexiva
  gebildet  finden,  wie  -i-Vn-Cn-/.:  ,gewälzt  werden',
•t-'t/UAO:  ,sich  ausbreiten'  (oder  pass.  ,ausgebreitet  werden'),  so
muss  man  annehmen,  dass  in  Folge  eines  unklaren  Sprachbewusstseins ­
  das  prosthe  tische  A:  vor  dem  '5:  als  causativisches
A:,  das  'i ;  selber  aber  als  wurzelhaft  aufgefasst  wurde,  wodurch ­
  manches  ursprünglich  intransitive  Verbum  dieser  Form
Transitivität  erhielt  und  somit  auch  wieder  die  Fähigkeit,  ein
neues  Refiexivum  mit  +:  zu  bilden  (s.  Dillmann  äth.  Gr.  §.  87).
Eine  besondere  Passivbildung  durch  inneren  Vocalwechsel
"  63--^
findet  sich  regelmässig  nur  im  Arabischen,  also  JJül;',  Pass.
^  lu  9  9
Im  Hebräischen  finden  wir  in  einzelnen  Fällen  zum

Ersätze  des  Passivum  vom  Hithpael  folgende  Mittel:  erstens
den  Wechsel  des  ~  der  letzten  Sylbe  mit  ~,  namentlich  vor
N,  wodurch  es  zu  ~r  wird,  z.  B.  Nöten,  NtehAn  (Ew.  hebr.  Sprl.
S.  343),  zweitens  die  passivische  Vocalisirung  mit  u  (ö)  und
zwar  entweder  an  der  Stelle  des  kurzen  Hilfsvocals  in  dem
reflexivischen  _ nn,  z.  B.  DS3n  für  oasrin,  Nöten  für  Nötenn,  npann
für  njrsnn,  oder  an  Stelle  des  a  nach  dem  ersten  Rad.,  so:
JWfö  Jes.  52,  5  für  pNirite,  2>Wnn  Jer.  25,  16.  Da  das  Hebräische
seine  Passivformen  nicht  mehr  als  nöthig  vom  Activum  zu
unterscheiden  bestrebt  ist  (vergl.  bte|5,  arab.  J-£s),  so  genügt  es
zur  Bezeichnung  des  Passivum  vom  Hithpael,  dass  der  u-Laut
nur  einmal  als  charakteristischer  Passivvocal  auftritt.  Vereinzelt
            
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