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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ueber  einige  Gegenstände  des  Taoglaubens.

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sich.  Gebraucht  man  einen  Gantang,  so  erlangt  man  eintausend
Jahre.
Dasselbe  Buch  Pao-pö-tse:
Was  die  Baumunsterblichkeitspflanze  betrifft,  so  rinnt
das  Harz  der  Fichten  und  Pistazien  in  die  Erde.  In  tausend
Jahren  verwandelt  es  sich  in  Stechwinde.  Nach  zehntausend
Jahren  wächst  über  dieser  ein  kleiner  Baum,  der  von  Gestalt
den  Blüthen  der  Wasserlilie  ähnlich  ist.  Derselbe  heisst
^112  Mö-wei-hi-tschi,  ,die  Baumunsterblichkeitspflanze ­
  der  Freude  der  Macht'.  Wenn  man  ihn  in  der  Nacht
sieht,  hat  er  glänzendes  Licht.  Erfasst  man  ihn,  so  ist  er  sehr
schlüpfrig.  Setzt  man  ihn  dem  Feuer  aus,  so  wird  er  nicht
verbrannt.  Legt  man  ihn  an  den  Gürtel,  so  entgeht  man  den
Waffen.  Man  umgürtet  damit  einen  Hahn,  mengt  ihn  unter
zwölf  andere  Hähne  und  schliesst  alle  zugleich  ein.  Man
schiesst  aus  einer  Entfernung  von  zwölf  Schritten  zwölf  Pfeile
ab.  Die  anderen  Hähne  werden  verletzt,  jedoch  der  Hahn,  der
mit  der  Unsterblichkeitspflanze  der  Freude  der  Macht  umgürtet
ist,  bleibt  gänzlich  unverletzt.  Man  bricht  an  dem  Orte,  wo  sie
wächst,  sechs  Keime  und  trocknet  sie  im  Schatten  durch
hundert  Tage.  Man  macht  sie  zu  Pulver  und  gebraucht  davon
sieben  Geviertzolle.  Wenn  man  in  einem  Tage  dreimal  einen
Zweig  verbraucht,  so  erlangt  man  dreitausend  Jahre.
Dasselbe  Buch  Pao-pö-tse:
Unter  einem  tausendjährigen  verdorrten  Baume  findet  sich
eine  Wurzel,  die  gleich  einem  sitzenden  Menschen.  Dieselbe
ist  sieben  Zoll  lang.  Wenn  man  sie  einschneidet,  so  blutet  sie.
Wenn  man  mit  diesem  Blute  die  Fusssohlen  bestreicht,  so
kann  man  zu  Fusse  auf  der  Oberfläche  des  Wassers  gehen,
ohne  unterzusinken.  Bestreicht  man  damit  die  Nase  eines
Menschen  und  dieser  tritt  in  das  Wasser,  so  öffnet  sich  für
ihn  das  Wasser  und  er  kann  auf  dem  Boden  des  Wirbels
weilen.  Bestreicht  man  damit  den  Leib,  so  wird  man  unsichtbar. ­
  Will  man  sichtbar  werden,  so  streicht  man  es  ab.  Ferner
kann  man  damit  Krankheiten  behandeln.  Ist  die  Krankheit
innerhalb  des  Bauches,  so  schneidet  man  einen  kleinen  Löffel
voll  ab  und  gebraucht  es.  Ist  Anschwellung  und  Schmerz  auswendig, ­
  so  reibt  man  an  der  leidenden  Stelle  einen  kleinen
Löffel  voll  ein.  In  allen  Fällen  erfolgt  unter  der  Hand  die
            
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