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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Ueber  die  Verbalstammbildung  in  den  semitischen  Sprachen.

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immer  geringer  geworden  ist,  so  ward  allmälig  ziemlich
gleich  T?K^,  DJJ2  =  O'psn,  pin  =  p'tlTt,  <e<M>:  =  U.  dgl.
Was  die  lautliche  Form  des  durch  Verdoppelung  des
zweiten  Wurzellautes  gebildeten  Intensivstammes  betrifft,  so
entspricht  dieselbe  vollkommen  der  des  einfachen.  Sie  mochte
ursprünglich  kattäl,  später  kattdla  mit  nachklingendem  kurzen
a-Vocal  gelautet  haben.  Das  Nordsemitische  behielt  erstere,
das  Südsemitische  letztere  Form  bei.  Aus  kattäl  wurde
durch  das  Lautgewicht  der  ersten  Sylbe  kattel  oder  kattil,
welches  im  Aramäischen  der  rhythmischen  Tonsetzung  gemäss
auf  der  ersten  Sylbe  betont  wurde,  im  Hebräischen  dagegen
die  ursprüngliche  Accentuation  nur  dadurch  zu  bewahren  im
Stande  war,  dass  der  kurze  Vocal  der  letzten  Sylbe  sich  zu  e,
—  dehnte,  was  wiederum  (im  Prater.)  die  Verwandlung  des
ersten  a  in  i  zur  Folge  hatte.
Das  Hebräische  und  Arabische  haben  zum  Steigerungs-Grundstamme
  eine  regelmässige  Passivform  durch  inneren
Vocalwechsel  ausgebildet:  Jjs,  Die  intensivische  Bedeutung ­
  des  Activum  überträgt  sich  in  der  Kegel  auch  auf  das
dazu  gehörige  Passivum;  doch  findet  sich  im  Hebräischen  in
Ermangelung  einer  entsprechenden  Passivform  zum  einfachen
Grundstamme  der  Pual  oft  als  reines  Passivum  vom  Kal,  wie
np.b,  SM,  Pass,  von  npb,  =33;  nb’,  “i?p  ==  Niph.  "6i:,  “lapj.
b)  Intensitätsstämme,  durch  Wurzelerweiterung,  d.  h.
durch  Hinzufügung  eines  vierten  Radicals  zu  Triliteris  gebildet,
gehören  grösstentheils  einer  späteren  Zeit  an.  Sie  fallen  der
lautlichen  Gestalt  nach  mit  den  Quadriliteris  in  der  einfachen
Grundform  vollständig  zusammen,  1  sind  jedoch  durch  ihre

1  Nur  im  Chaldäischen  scheinen  einzelne  Quadrilitera  der  einfachen  Grundform ­
  durch  die  Art  der  Vocalisation  sich  von  den  vierbuclistabigen  ächten
Intensitätsstammbildungen  zu  unterscheiden,  z.  B.  ipiS  ,auf  dem  Kücken
liegen 1 ,  hingegen  b3“l3?  (Intensivst.)  ,wälzen 1  (s.  Fürst  Lehrgebäude  der
aram.  Idiome  S.  1:28).  Doch  ist  dies  wohl  immerhin  nur  ausnahmsweise
der  Fall,  in  der  Kegel  haben  auch  im  Chaldäischen  die  eigentlichen
Quadrilitera  im  einfachen  Stamme  stets  die  Form  vierbuehstabiger  Intensitätsbildungen, ­
  ohne  darum  an  der  intensivischen  Bedeutung  theilzunehmen,
  und-jp'is  ist  kaum  eine  ächte  Steigerungsstammform  im  Unterschiede ­
  von  1p“)S,  wie  Fürst  (1.  c.)  es  annimmt.
            
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