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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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Porges.

langen  Vocal  von  einander  getrennt  sind,  oder  wenn  ein  unwandelbar ­
  langer  Vocal  wie  1  in  Döip,  Qöi"i  ihnen  vorhergeht.  In
|3jn,  JJKlg  aber  scheint  nur  der  mittlere  Radical  dadurch,  dass
derselbe  als  Hauchlaut  die  Verdoppelung  nicht  ertragen  kann,
die  Beibehaltung  der  Reduplication  des  letzten  Wurzelbuchstabens ­
  bewirkt  zu  haben,  während  sonst  in  vielen  anderen  zur
Bezeichnung  von  stark  hervortretenden  Eigenschaften  dienenden
Nominal-Intensitätsbildungen  die  Reduplication  des  mittleren
Radicals  vorgezogen  wurde,  z.  B.  “>)!?,  “©X,  ftBB,  übx  u.  a.  dgl.
Die  bisher  aufgezählten  Reduplicationsbildungen  scheinen
sämmtlich  nur  ausnahmsweise  ein  Passivum  durch  innei’en
Vocalwechsel  gebildet  zu  haben,  denn  erstens  sind  sie  zum
nicht  geringen  Theile  Intransitiva,  da  sie  oft  Bezeichnungen
für  Farben,  Eigenschaften  oder  für  solche  Bewegungen  zu  ihrem
Inhalte  haben,  welche  auf  kein  directes  Object  übergehen;
zweitens  war  auch  die  Anwendung  dieser  Verbalstammbildungeu
in  der  Sprache  eine  so  beschränkte,  dass  kein  Bedürfniss  nach
einer  besonderen  Passivform  sich  geltend  machte,  zumal  da,
wenn  es  nöthig  war,  auch  die  Reflexivform  passivische  Bedeutung ­
  vermitteln  konnte.  Wo  jedoch  der  Sinn  ein  achtes
Passivum  von  dergleichen  Intensitätsbildungen  erheischte  und
namentlich  bei  Verbis,  deren  häufiger  Gebrauch  eine  Unterscheidung ­
  von  Activum  und  Passivum  nothwendig  erscheinen
liess,  hat  sogar  das  Plebräische  eine  besondere  Passivform  aufzuweisen, ­
  z.  B.  -©‘löh  ,durchglüht  sein',  bbü$J  ,Verwelkt  sein'.
Die  Reduplicationsstämme  mit  Wiederholung  der  ganzen  Wurzel
dürften  wohl  am  ehesten  ein  regelmässiges  Passivum  gebildet
haben,  da  sie  sich  sowohl  nach  Form  und  Bedeutung,  als  auch
mit  Rücksicht  auf  ihren  häufigen  Gebrauch  am  besten  dazu
eignen,  so  z.  B.  baba,  Pass.  baba.  Die  Intensitätsbildungen  der
Form  bbra  von  Verbis  v'P  bilden  im  Hebräischen  ihr  Passivum
durch  Verwandlung  des  tt  der  zweiten  Sylbe  in  z.  B.  bbln,
Pass.  bbin.  In  dem  i  der  ersten  Sylbe  scheint  das  passivische
u  (ö)  schon  zu  liegen,  vergl.  rnbia  Lev.  18,  9  für  rnbia
(s.  Ewald  Hehr.  Spl.  S.  343).
S.  Die  feinste  und  natürlichste,  darum  in  ihrer  Anwendung ­
  bei  Weitem  ausgedehnteste  und  bedeutungsreichste  Intensitätsbildung ­
  ist  die  durch  Verdoppelung  des  zweiten  Radicals
vermittelte.  Diese  Reduplication  erfolgt  aber  nicht  etwa  so,
            
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