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Porges.
z. B. ,etwas für sicli nehmen' ,für sich am
Leben erhalten'. Hierher gehört auch der grösste Tlieil der
Causativ-Reflexiva mit ästimativer oder declarativer Bedeutung,
welche ini Grunde genommen nichts anderes ausdrückt als
,eine Person oder Sache in seinem Interesse d. h. für sich,
also auch für Andere zu etwas machen, für etwas halten, gut
oder schlecht heissen', z. B. X. ,sicli etwas erlaubt sein
lassen, für erlaubt halten 1 , X. ,für nöthig erachten',
,etwas für schändlich erklären'. Solche Causativ-Reflexiva
unterscheiden sich von einfachen Causativis oft nur durch das
überwiegend subjective Moment, welches in dem Begriffe des
Dafürhaltens liegt. Hierher gehört ferner ein grosser Tlieil der
Desiderativa der arab. X. und äthiopischen sog. IV. Conjug.,
z. B. j-üLXwfl ,um Verzeihung bitten' eigentlich ,sich verzeihen
~i ü
lassen', ,sich erlauben lassen, um Erlaubniss, um
williges Gehör bitten'. In vielen Fällen jedoch lässt sich sowohl
die ästimative, als auch die desiderative Bedeutung nicht
als dativische, sondern als directe, accusativische Reflexivität
eines causativen Vcrbalbegriffes erklären, z. B. ,-iüuJaAil ,sich
^ X- u ^ o
tränken lassen, um einen Trunk bitten', v_*jsXxXm^ ,sich zum
Bewundern veranlassen, bewundernswerth finden'.
Wir haben bereits bei der Besprechung des einfachen
Reflexivum auseinander gesetzt, dass dieses oft die Bedeutung
erhält ,sich von Jemandem mit Willen afficiren lassen'. Dem
entsprechend bedeutet auch das Causativ-Reflexiv nicht selten
,sich von Jemandem eine Thätigkeit mittheilen lassen', z. B.
.sich etwas übergeben lassen' von üoJ.A.1 ,übergeben',
ü y O .
,gerne wissen wollen' eigentlich , sich mit Willen
§. 303) angegebene inchoativische Bedeutung der X. Form, z. B. üiiuLtM
,erwachen 1 , ! ,eiuschlafen‘; zweitens als Reflexivbildungen dadurch,
dass sie die freie Thätigkeit des handelnden Subjectes in den
Vordergrund treten lassen, z. B. Atid-mdi/,: ,gern und viel Mitleid üben 1
eigentlich ,sich selbst veranlassen, mitleidig zu sein“.