Heber die Verbalsfcammbildung in den semitischen Sprachen.
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während dagegen die Causativ-Reflexivform als eine Unterart des
Reflexivum nicht einmal einfach transitiv zu sein brauchte. So
würde z. B. das Reflexiv-Causativum von ,videre' bedeuten
,facere ut aliquis se videat', das Causativ-Reflexivum hingegen
als Reflexivum vom Causativbegriffe fl ergäbe den Sinn
,sieli selbst zum Sehen veranlassen', ,sich sehen machen', oder
auch ,facere ut alius vel alii ipsum videant', ,sich sehen lassen,
sich zeigen'. Im Causativ-Reflexivum vermittelt also das Subject
den grössten Theil des Erfolges der darin ausgedrückten Handlung,
es ist thätig, indem es erstens eine Thätigkeit veranlasst
und zweitens dieselbe auf sich zurücklenkt, es ist causativ und
reflexiv zugleich; das Object aber, welches vom handelnden
Subjecte den Anstoss zur Thätigkeit erhält, ist entweder eben
dieses Subject selbst, wie in dem Causativ-Reflexivbegriff ,sich
sehen machen', oder ein ausser ihm liegendes, wie in dem
angeführten Beispiele ,sich sehen lassen, sich zeigen', und in
diesem Falle nur insofern an der ganzen Handlung mitbetheiligt,
als es das Werkzeug, das Mittelglied ist, dessen sich das
handelnde Subject zur Vermittelung seiner reflexiven Thätigkeit
bedient. Im Reflexiv-Causativum hingegen gibt das Subject
nur die Veranlassung zu irgend einer reflexiven Thätigkeit,
deren Ausübung aber ganz dem Objecte des Causativbegriffes,
der zum rückbezüglichen Handeln veranlassten Person anheimfällt,
während das handelnde Subject nur in einer Beziehung,
nämlich als Urheber der Reflexivität eines Anderen activ auftritt.
Ein Object kann mithin beim Reflexiv-Causativum, da es den
Erfolg der darin ausgedrückten Handlung zur Hälfte vermittelt,
nicht unerwähnt gelassen werden.
Nach diesen einleitenden Bemerkungen können wir zur
Entscheidung der Frage upergehen, welcher von beiden hier
erörterten zusammengesetzten Verbalbegriffen es ist, der im
Semitismus durch einen besonderen Verbalstamm bezeichnet
worden ist. Dieser Stamm, der seiner Form nach das charakteristische
Zeichen des Causativs mit dem des Reflexivs verbunden
aufzuweisen hat, findet sich in allen semitischen
Sprachen ausser im Hebräischen, im Aramäischen sogar in
doppelter Gestalt: V^sL:] und "JULo, erstere Form jedoch,
weil erst spät gebildet, mit ausschliesslich passiver Bedeutung