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Porges.
Passivität hervorgerufene, veranlasste Thätigkeit eines Anderen,
die ihrerseits wieder auf das sie veranlassende Subject,
ihren mittelbaren Urheber zurückgehen kann. So erhalten wir
noch eine zweite Art des Causativ-Reflexivum, in welcher ausgedrückt
wird, dass ein Subject sich zum Objecte der von ihm
selbst veranlassten, einem Anderen mitgetheilten Thätigkeit
macht. Der Grundcharakter des Causativ-Reflexiviun im Allgemeinen
ist demnach die Reflexivität, welche dadurch näher
bestimmt ist, dass sie einen Causativbegriff zu ihrem Inhalte
hat, der des Reflexiv-Causativum hingegen die Causativitat,
welche ausdrückt, dass die vom Subjecte veranlasste Handlung
eine reflexivische Thätigkeit ist. Das Causativ-Reflexivum ist
also im Besonderen, genetisch betrachtet, ein Reflexiv des Causativum,
d. h. eine Form, welche aus einem Causativum durch
Hinzutreten der Reflexivität entstanden ist. Gerade dadurch,
dass letztere erst zu dem causativischen Verbalbegriffe hinzugefügt
ist, denselben als Ganzes erfasst, und dessen Bedeutung
gleich der eines einfachen Thätigkeitsbegriffes modificirt, erscheint
sie in der hieraus resultirenden, zusammengesetzten
Stammbildung, als das wesentliche, dominirende, den ganzen
Begriff charakterisirende Element, welches das causative Moment
in oder unter sich enthält. Wir nennen darum eine solche
ihrem Wesen nach reflexive Verbalform mit Recht Causativ-Reflexivum
im engeren Sinne. Diesem gegenüber steht das
Reflexiv-Causativum, welches im Grunde genommen nichts
anderes ist als ein Causativum, dessen Eigenthümlichkeit darin
besteht, dass der in ihm enthaltene Thätigkeitsbegriff ein reflexivischer
ist. Der Bedeutung nach drückt das Reflexiv-Causativum
also ein solches Handeln aus, vermöge dessen ein Subject
die reflexivische Thätigkeit eines Anderen veranlasst, der
Form nach könnte es mithin wohl als Causativum des Reflexivum
erscheinen, d. h. aus einem reflexivischen Stamm durch
Hinzufügung des causativischen (s, “) gebildet werden. Wenn
aber irgendwo im semitischen Sprachgebiete eine Reflexiv-Causativform
wirklich existirte, dann müsste dieselbe, wie
überhaupt jede Causativform, wenigstens einfach transitiv sein,
doppelt transitiv aber, falls der zu Grunde liegende reflexivische
Begriff nur dativische Reflexivität enthielte und daher
selber zur Annahme eines Objectes im Acc. geeignet wäre,