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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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Porges.

Passivität  hervorgerufene,  veranlasste  Thätigkeit  eines  Anderen, ­
  die  ihrerseits  wieder  auf  das  sie  veranlassende  Subject,
ihren  mittelbaren  Urheber  zurückgehen  kann.  So  erhalten  wir
noch  eine  zweite  Art  des  Causativ-Reflexivum,  in  welcher  ausgedrückt ­
  wird,  dass  ein  Subject  sich  zum  Objecte  der  von  ihm
selbst  veranlassten,  einem  Anderen  mitgetheilten  Thätigkeit
macht.  Der  Grundcharakter  des  Causativ-Reflexiviun  im  Allgemeinen ­
  ist  demnach  die  Reflexivität,  welche  dadurch  näher
bestimmt  ist,  dass  sie  einen  Causativbegriff  zu  ihrem  Inhalte
hat,  der  des  Reflexiv-Causativum  hingegen  die  Causativitat,
welche  ausdrückt,  dass  die  vom  Subjecte  veranlasste  Handlung
eine  reflexivische  Thätigkeit  ist.  Das  Causativ-Reflexivum  ist
also  im  Besonderen,  genetisch  betrachtet,  ein  Reflexiv  des  Causativum,
  d.  h.  eine  Form,  welche  aus  einem  Causativum  durch
Hinzutreten  der  Reflexivität  entstanden  ist.  Gerade  dadurch,
dass  letztere  erst  zu  dem  causativischen  Verbalbegriffe  hinzugefügt ­
  ist,  denselben  als  Ganzes  erfasst,  und  dessen  Bedeutung
gleich  der  eines  einfachen  Thätigkeitsbegriffes  modificirt,  erscheint ­
  sie  in  der  hieraus  resultirenden,  zusammengesetzten
Stammbildung,  als  das  wesentliche,  dominirende,  den  ganzen
Begriff  charakterisirende  Element,  welches  das  causative  Moment ­
  in  oder  unter  sich  enthält.  Wir  nennen  darum  eine  solche
ihrem  Wesen  nach  reflexive  Verbalform  mit  Recht  Causativ-Reflexivum
  im  engeren  Sinne.  Diesem  gegenüber  steht  das
Reflexiv-Causativum,  welches  im  Grunde  genommen  nichts
anderes  ist  als  ein  Causativum,  dessen  Eigenthümlichkeit  darin
besteht,  dass  der  in  ihm  enthaltene  Thätigkeitsbegriff  ein  reflexivischer
  ist.  Der  Bedeutung  nach  drückt  das  Reflexiv-Causativum ­
  also  ein  solches  Handeln  aus,  vermöge  dessen  ein  Subject ­
  die  reflexivische  Thätigkeit  eines  Anderen  veranlasst,  der
Form  nach  könnte  es  mithin  wohl  als  Causativum  des  Reflexivum
  erscheinen,  d.  h.  aus  einem  reflexivischen  Stamm  durch
Hinzufügung  des  causativischen  (s,  “)  gebildet  werden.  Wenn
aber  irgendwo  im  semitischen  Sprachgebiete  eine  Reflexiv-Causativform
  wirklich  existirte,  dann  müsste  dieselbe,  wie
überhaupt  jede  Causativform,  wenigstens  einfach  transitiv  sein,
doppelt  transitiv  aber,  falls  der  zu  Grunde  liegende  reflexivische ­
  Begriff  nur  dativische  Reflexivität  enthielte  und  daher
selber  zur  Annahme  eines  Objectes  im  Acc.  geeignet  wäre,
            
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