lieber die Verbalstammbildung in den semitischen Sprachen.
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zu ersehen, und Reciprocität dient. Letzteres lässt sich daraus
entnehmen, dass im Aethiopischen den durch vortretendes AV
aus Quadriliteris gebildeten Reflexivformen fast immer die Bedeutung
einer gewissen Reciprocität anhaftet, z. B. Xl'fr£' r b&
,hin und her donnern', XlÄfiOa= ,hin und lier springen' (cf. »ina).
Nur ausnahmsweise bildet öF im Aethiopischen ein directes
Reflexivum, z. B. VH 1 *!).?®: ,sich niederwerfen' (s. Ludolf gr.
äth. p. 35 V., Dillmann äth. Gr. §. 87). Die Frage, welche
von beiden Reflexivbildungen die ältere ist, muss zu Gunsten
des P entschieden werden, da wohl eher anzunehmen ist, dass
der aramäische Sprachzweig vom semitischen Sprachstamme
vor der Ausbildung einer neuen Reflexivform mit 3 sich losgelöst
und mithin eine Niph’al-Bilduug niemals besessen habe,
als dass die aramäischen Dialekte allmälig so ganz und gar
jede Spur einer wirklich vorhandenen Niph’al-Form verloren
haben sollten. Der Einfluss der neueren Bildung mit 3 zeigt
sich in den verschiedenen Dialekten verschieden. So wurde
durch sie im Hebräischen die ursprünglichere mit P im einfachen
Stamme ganz verdrängt, im Arabischen trat sie an die
Stelle der älteren Reflexivform in Fällen, wo diese aus euphonischen
Gründen nicht gebildet wurde, im Aethiopischen ging
sie bis auf einige Spuren ganz verloren, das Aramäische endlich
scheint, wie bereits erwähnt, eine Reflexivbildung mit 3 gar
nicht gekannt zu haben.
4. Ein ächtes Causativ-Reflexivum erhalten wir, wo eine
solche Handlung bezeichnet wird, in der das Subject, welches
die Thätigkeit veranlasst, zugleich als das directe oder indirecte
Object seiner eigenen Handlung erscheint, also wo das
handelnde Subject irgend eine transitive oder intransitive Thätigkeit
veranlasst, welche entweder direct auf ihren Urheber
zurückgeht, oder wenigstens in dessen selbsteigenen Interesse
erfolgt. Da nun in jedem Causativbegriffe zunächst nur die
ein Handeln veranlassende Thätigkeit ausgedrückt liegt, so
erscheint in dem Reflexiv des Cairsativs gewöhnlich eben diese
Thätigkeit vom Subjecte auf sich selbst zurückgerichtet. Das
Subject ist also in solchem Falle reflexiv, insofern es die Veranlassung
zu irgend einer Thätigkeit auf sich selbst bezieht. Doch
involvirt ein vollständiger causativer Verbalbegriff ausser der
Activität des veranlassenden Subjectes auch noch eine durch