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Porges.
entstanden. Der flüchtige Vocal oder Hauchlaut, mit dessen
Hilfe diese Consonanten sich vorn anfügen, ist für die Bedeutung
der ganzen Form offenbar völlig ohne Einfluss und die
reflexivische Kraft liegt nur in den Lauten n und 3. 1 Um ihre
Aussprache zu ermöglichen, wurde ihnen zuerst mit Hilfe eines
prosthetischen K oder n ein flüchtiger Vocal vorgesetzt. Erst
später entstand die Form ■H’FA: aus A : H>-1-A: (vergl. bttjpnR,
m -C »O
VjuoZj, JJCÄi't aus d>Äüi'l und die reflexiven Intensitätsstämme
jJüij aus jJLäj'f — bteßfin, vS-oi], bppnk) und bys3 aus byssn
(vgl. Inf. bto^n, aus bta[33n entstanden- und die arab. sog. VII. Conj.
d-ULl). Dass aber in der That die äthiopische Form 'M’+A:
ursprünglich Aä-d’-t-A: gelautet haben muss, lässt sich aus dem
mit dem ersten Wurzellaute verbundenen a erkennen. Dieses
wäre geradezu unerklärlich, wenn das reflexive ä vom Anfang
an einen Vocal hinter sich gehabt hatte. Die Form hätte in
diesem Falle unbedingt Ub-t-A: lauten müssen (vgl. jAs'l, Ad>-1-A:).
Aehnlich weist die im Arabischen ausnahmsweise gestattete
" c*°
Contraction der Form J.ÄÄ-> zu JÄH! (in Fällen, wo der erste
Radical ein Zungen-, Zahnzungen- oder Zischlaut ist, am häuw
w <*0 ua
figsten, aber auch sonst, z. B. für wie nt?sn für
npprn) darauf hin, dass aus entstanden ist. n und 3
scheinen in ihrem Einflüsse auf die Bedeutung des Verbalbegriffes
sich dadurch zu unterscheiden, dass 3 mehr zur
Bezeichnung der directen Reflexivität, wie aus dem Hebräischen
1 Analoge Rcflexiv-Passivbildungen finden sich im Makassarischen, z. B.
ni-buno ,getödtet werden 1 , ta-sunke ,geöffnet sein 1 , in der Sprache der
Philippiner: s-in-ulat ,es wurde geschrieben 1 (Gabelentz über das Passivum
in d. Abh. d. kgl. sächs. Ges. der W. VIII. Jalirg. 1861, S. 479),
das Favorlang auf Formosa bildet Passiva mit Hilfe von en, in, an, -n
(s. Zschr. d. D.M.G. XIII, S. 91 ff.) Im Osmanischen und Ujgurischen
gibt es eine Form mit n gebildet, die tlieils reflexive, theils passive Bedeutung
hat, z. B. sev-in-viek ,sich lieben 1 und ,geliebt werden 1 (s. Gabclentz
1. c.). Im Sechuana gibt es Reciproea auf ana (s. Z. D.M.G. VI,
S. 344); im Kihiau wie im Zulu (s. Z. D.M.G. 1848, S. 140) werden
Rociproca durch na gebildet; im Sessuto (s. Schrumpf in Z. D.M.G. XVI,
S. 454) Reflexiva durch it, z. B. it-sebetsa ,für sich arbeiten“, im Finnischen
oder Suomi Passiva mit t (s. Gabelentz 1. c.).