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Porges.
denjenigen semitischen Dialekten, welche in ihrer gegenwärtigen
Gestalt eine eigentliche, durch inneren Vocalwechsel
gebildete Passivform nicht besitzen, die Uebertragung der
passiven Bedeutung auf die Reflexivform in der Regel gestattet
ist, so im Aramäischen und Aethiopischen. 1 Das Arabische
hingegen hat für die VII. und VIII. Form auch da, wo sie
annähernd passive Bedeutung haben, die mediale Grundbedeutung
wenigstens ursprünglich stets festgehalten, vermöge deren
das Subject eine Handlung von aussen her auf sich richtet,
sich fremder Einwirkung freiwillig hingibt, sich mit Willen
afficiren lässt und so den wirklichen Erfolg der ganzen Thätigkeit
vermittelt, während das Passivum der Grundform die
bewusste oder unbewusste Thätigkeit des sich hingebenden
Subjectes ganz in den Hintergrund treten lässt und ausdrückt,
dass ein Subject zum Gegenstände der Handlung eines Anderen
gemacht wird, zunächst ohne Rücksicht darauf, ob Erfolg
stattfindet oder nicht, so ptA=- ,zum Zielpunkte des Betruges
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gemacht werden', £ <A=it ,sicli betrügen lassen'. Man kann also
sagen: Erst mit der Zeit ist Conj. VII. und
VIII. zum wirklichen Passiv der Grundform I., und das ächte
durch inneren Vocalwechsel gebildete Passiv immer sei-/•O
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tener geworden. So ist (-iLck&l, dL&Äjl,
der Bedeutung nach so viel als etc.
Auch im Hebräischen, wo vom einfachen Grundstamme die
entsprechende Passivform nicht vorhanden ist, hat der ursprünglich
reflexive Niph’al-Stamm häufig rein passivische Bedeutung,
z. B. nbü, namentlich aber da, wo auch zu den anderen
Verbalstämmen das eigentliche Passivum (nämlich Pu’al und
Hoph’al) fehlt. Doch findet sich auch die Niph’al-Form manchmal
ähnlich wie die VII. Oonj. im Arab. in der Bedeutung
ursprüngliche, im Passivum die übertragene Bedeutung vorliege, durch
triftige Beweisgründe unterstützt.
1 Im Aethiopischen sind die meisten lteflexivstämme reflexiv und passiv
zugleich (s. Dillmann äth. Gr. §. 80), manche nur reflexiv, wenige nur
passiv, im Aramäischen stellt sicli so ziemlich dasselbe Verhältniss heraus,
doch hier etwas mehr zu Gunsten der passiven Bedeutung.