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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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Pfizraaier.

vier  Pfund.  Wenn  man  nicht  lange  Zeit  das  sehr  Geistige  in
Ordnung  bringt  und  die  fünf  Abschnittsröhre  der  reingeistigen
Kostbarkeit,  mit  denen  Lao-tse  in  das  Gebirge  trat,  an  den
Gürtel  hängt,  so  kann  man  auch  nicht  dazu  kommen,  diesen
Glanz  zu  sehen.
Wer  die  Unsterblichkeitspflanzen  sieht,  muss  früher  das
die  Berge  erschliessende,  die  Schädlichkeit  zurückwerfende
Abschnittsrohr  auf  sie  legen.  Sie  können  sich  dann  nicht  mehr
verbergen,  verwandeln  und  entfernen.  Man  wählt  mit  Ruhe
den  Tag  des  Gehilfen  des  Königs  und  stellt  das  Opfer  hin.
Dann  erst  nimmt  man  sie.  Man  steigt  immer  in  der  Richtung
der  Sonne  hinab,  schreitet  langsam  und  geht,  weiter  mit  verhaltenem ­
  Athem.  Erlangt  man  ferner  das  Steinbild, 1  so  zerstösst
  man  es  durch  sechsunddreissigtausend  Stösse  mit  der
Mörserkeule  und  gebraucht  davon  sieben  Geviertzolle.  Verbraucht ­
  man  in  einem  Tage  ein  Pfund,  so  erlangt  man  tausend
Jahre.  Verbraucht  man  zehn  Pfund,  so  erlangt  man  zehn-,
tausend  Jahre.  Man  kann  damit  auch  Menschen  betheilen  und
sie  es  gebrauchen  lassen.
Die  Unsterblichkeitspflanze  des  Edelsteinfcttes  wächst
auf  den  Bergen,  welche  Edelsteine  enthalten.  Sie  befindet  sich
immer  an  überhängenden  und  gefährlichen  Stellen.  Das  Edelsteinfett ­
  fliesst  daselbst  heraus.  Nach  zehntausend  Jahren  und
darüber  gerinnt  es  und  bringt  die  Pflanze  zu  Wege.  Es  kommt
vor,  dass  es  mit  der  Gestalt  der  Vögel  und  vierfüssigen  Thiere
Aehnlichkeit  hat.  Es  wird  nicht  regelmässig  eingesammelt  und
gebraucht.  Oft  hat  es  Aehnlichkeit  mit  dem  grasgrünen  Edelsteine ­
  der  Gebirgswasser.  Es  ist  ebenfalls  durchsichtig  wie
Krystall.  Wenn  man  es  findet  und  einsammelt,  versetzt  man  es
mit  dem  Safte  der  herzlosen  Pflanze.  Nach  einer  Weile  wird
es  zu  Wasser.  Wenn  man  von  diesem  einen  Gantang-  gebraucht,
erlangt  man  eintausend  Jahre.
Dasselbe  Buch  Pao-pö-tse:
Die  Unsterblichkeitspflanzen  des  siebenfachen  Lichtes
und  des  neunfachen  Glanzes  sind  Steine.  Sie  finden  sich  auf
hohen  über  Gewässer  ragenden  Bergen,  zwischen  felsigen  IJferhöhen.
  Sie  sind  von  Gestalt  gleich  Schüsseln  und  Trinkschalen.

Das  Steinbild  ist  die  oben  erwähnte  Uusterblichkeitspflanze.
            
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