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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

lieber  die  Yerbalstammbildung  in  den  semitischen  Sprachen

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JlKm  ,laxare‘,  im  Aetliiopisclien  von  rad.  p~n.
Aus  i»  ist  durch  einfache  Ab  Schwächung  zum  spiritus  asper
zunächst  n  entstanden,  welches  im  Hebräischen  ausnahmslos
(t6xjx  Jes.  63,  3  und  ähnliche  Formen  sind  Aramäismen),  im
Chaldäischen  neben  X  und  8i,  im  Himjaritischen  (s.  Osiander
in  Zschr.  d.  D.M.G.  XX,  1866,  S.  213  ff.)  neben  ^  zur  Bildung ­
  von  Causativen  dient.  Dass  dieses  n  zur  Causativbildung
wesentlich  gehört  und  nicht  etwa  nur  prosthetischer  Hilfslaut
ist,  zeigt  sich  besonders  darin,  dass  es  im  Hebräischen  und
Himjaritischen  nur  ungerne  aufgegeben  wird  (vergl.  Formen
wie  jrirtr,  jbbin 1  Fut.  Hiph.  von  bb“i).
Im  Arabischen, 1  Aethiopischen  und  Syrischen  2  zeigt  sich
in  der  Causativform  eine  weitere  Abschwächung  des  n  zu  X.
Die  bl?Btr-Form  ist  sowohl  im  Chaldäischen,  als  auch  im  Syrischen ­
  die  ungleich  seltenere.  Auch  in  diesem  Verbalstamme
lässt  sich  der  Einfluss  des  für  die  Aussprache  der  Verbalwurzel
in  ihrer  einfachsten  Gestalt  gültigen  Grundgesetzes  erkennen,
dass  der  Ton  scharf  auf  den  Vocal  des  vorletzten  Radicals
fällt,  während  die  vorhergehenden  Laute  so  kurz  als  möglich
gesprochen  werden.  Die  älteste  Causativbildung  dürfte  demnach ­
  bttptö  gelautet  haben.  Dass  V)  weder  mit  einem  flüchtigen
e-i-Vocal,  noch  vocallos  mit  einem  prosthetischen  Hauchlaute,
sondern  stets  mit  einem  ä-Laut  verbunden  erscheint,  8  wie  in

1  Nur  von  den  drei  Verbis
sativum  mit  jD  gebildet:
§.  534).  Ob  die  Form

und  .  .  wird  ausnahmsweise  das  Cau-^
  '  .  -s

cUa^l

und  (De  Sacy  gr.  ar.
(das.  Note  zu  §.  467)  zu  den  einfachen

Causativbildungen  mit  (j*,  gehört,  ist  zweifelhaft.  Sie  dürfte  vielmehr  aus
;uüf

£.  I  io  für  entstanden  sein  (s.  Kosegarten  gr.  ar.  §  201).
2  Im  Aethiopischen  und  Syrischen  gibt  es  nur  ein  Beispiel  einer  Causativform ­
  mit  n,  nämlich  das  wahrscheinlich  aus  dem  Hebräischen  oder  Chaldäischen ­
  in’s  Syrische  und  Arabische  und  von  hier  aus  in’s  Aethiopische
**  y  ^  O  ^
gewisserinassen  als  Fremdwort  hinübergetragene  r _icucn,
im  talmud.  Dialekt  —  JfcKD-3
  Darum  sind  auch  im  Syrischen  die  beiden  Verba  und
sicherlich  keine  Causative,  sondern  einfache  Grundstämme  mit  prosthetischem ­
  Elif.  Aus  demselben  Grunde  sind  wohl  auch  im  Aethiopischen
Formen  wie  ,Kälte  haben 4 ,  Ahf’HH:  ,Krampf  haben,
            
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