Uel'er die Verbalstammbildung in den semitischen Sprachen.
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erscheint auch eine Causativform ihrer Bedeutung nach/ insofern
diese nämlich eine intransitive ist, als Denominativbildung,
obwohl eine verbale Grundform dazu vorhanden ist, von der
ein transitives Causativum sich ableiten lässt und bisweilen
auch wirklich abgeleitet worden ist. So geht z. B. b'^an in der
Bedeutung ,gross werden' auf das Nomen bl“i|, in der Bedeutung
,gross machen' auf das intransitive Verbum bl| zurück,
ebenso ist Ebain ,beschämen' zu ttüa, id. intransitiv ,in Beschämung
gerathen' zum Nomen nttfa gehörig, renn ,vermehren'
vom Verbum naa, id. ,viel sein' vom Nomen an abzuleiten.
Uebrigens kann auch das Vorkommen transitiver Bedeutung
bei Denominativis in der Causativform keineswegs befremden,
so z. B. pabn trs. und intr. ,weiss machen' und ,weiss werden'
eig. ,weissen Schein hervorbringen' gleichviel ob an sich selbst
oder an Anderen. In späterer Zeit wurden mit Hilfe der Causativform
auch solche Denominativa gebildet, denen die Bedeutung
des Hervorbringens ganz abgeht, und deren Beziehung
zum Nomen nur aus dem Sprachgebrauclie sich erklären lässt,
z. B. jrbnn (mit scheinbar privativer Bedeutung von nybin) ,die
Würmer, das Wurmstichige wegnehmen' (Mischna Tr. Middoth
„e
II, 5), jÄji ,Vorderzähne bekommen' aber auch ,verlieren' (von
v*j), ,einen Obolus besitzen, arm sein' (von ^Ai).
Die ursprünglichste Causativform ist unstreitig die im
Aramäischen und Himjaritischen noch erhaltene mit anlautendem
resp. u**. 1 Reste davon lassen sich auch in den
1 Dass in der That das ächte causativbildende Präfix ist, bestätigen
auch die analogen Causativa vieler afrikanischer Sprachen, deren Conjugationssysteme
überhaupt mit dem semitischen in vielen Punkten grosse
Aehnlielikeit haben. So werden Causativa mit s gebildet im Sessuto
(Schrumpf, Beitr. z. siidafr. Spracht, in Z.D.M.G. XVI, S. 454, z. B.
sebetsa .arbeiten 1 , Caus. stbets-is-a, bona ,sehen 1 , Caus. bon-is-a), im
Suaheli (Pott über die Spr. v. Kaffer- und Kongo-Stamme in Z.D.M.G.
1848, 2), im Canaresisehen (das. S. 274), im Sechuana (Ewald über die
Völker und Spr. südlich v. Aeth. in Z.D.M.G. 1847, S. 48) im Galla und
Dankali (Krapf p. 0), im Kihiau (Pott über die Kihiau-Sprache in Z.D.M.G.
1852, 6) etc. Im Amharischen (Isenberg dict. p. 83) bildet z. B. flA:
ein doppeltes Causativum, AhflA: und AHA:, in der Saho-Sprache wird
-ösh als causativbildendes Suffix angehängt (Journal asiatique 1843
tom. II p. 116). Gelegentlich sei auch erwähnt, dass in vielen dieser